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Deutsche Steuerverwaltung vs.spanische Finanzbehörden


| 10.12.2012 14:15 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Folgender Sachverhalt: Mutter (deutsch) steuerresident in Spanien seit 1994 (weder Wohnsitz noch irgendwelche Einkünfte in D ausser deutsche Alters-Rente weil über 65 Jahre, die nach Spanien geschickt wird) schenkt ihrem Sohn (deutsch+spanisch.Pass) steuerresident in D 400.000 Euro, (die ja innerhalb 10 Jahre in Deutschland steuerfrei sind, aber nicht in Spanien) durch Überweisung von ihrem schweizer Bankkonto, das in Spanien offiziel deklariert ist, auf ein schweizer Bankkonto des Sohnes, welches zu diesem Zweck neu eröffnet wird.
Frage: Hat der Sohn die Schenkung vorab an das zuständige deutsche Finanzamt zu melden oder reicht es mit der Ekst.erklärung im nächsten Jahr und fragt das Finanzamt nach der Herkunft des Geldes bei der Mutter und /oder schickt es eine Mitteilung an die spanischen Finanzbehörden?
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Auch wenn hier die Freibetragsgrenze (so gerade eben) noch nicht überschritten ist, muss die Schenkung innerhalb des gesetzlichen Zeitraumes ( drei Monate ab Vollzug der Schenkung) gegenüber dem zuständigen Finanzamt angezeigt werden.

Dieses hat den Grund, dass innerhalb des 10 Jahreszeitraumes weitere Schenkungen folgen können, die dann schenkungssteuerpflichtig wären.

Wenn also 5 Jahre später auch nur 1000.- € geschenkt werden würden /z.B.), wären diese grundsätzlich schenkungssteuerpflichtig.

Um dieses ermitteln zu können besteht die Pflicht zur Angabe der Schenkung, auch wenn hierdurch für sich betrachtet der maßgebliche Steuerfreibetrag noch nicht überschritten werden sollte.

Erfahrungsgemäß wird das deutsche Finanzamt nicht bei der Mutter nach der Herkunft fragen. Gänzlich ausgeschlossen werden kann es aber auch nicht.

Es ist aber durchaus möglich, dass das deutsche Finanzamt eine Kontrollmeldung zum spanischen Finanzamt macht. Ob das spanische Finanzamt dann deshalb eine Steuerprüfung einleitet, liegt alleine im Ermessen der spanischen Finanzbehörde. Auch hier kann es sein, muss aber nicht sein.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2012 | 15:04

Es gibt also keine echten Erfahrungen bezüglich Kontrollmitteilungen ins Ausland, die Finanzämter geben hierüber "Normalbürgern" keine Auskunft.

Danke für Ihre schnellen Antworten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2012 | 15:40

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für den Nachtrag.

Hierüber gibt es weder statistische Erhebungen, noch empirische Untersuchungen. Da haben Sie leider Recht.

Eine genaue Prognose ist daher leider nicht möglich.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Bewertung des Fragestellers 10.12.2012 | 15:44


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