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Depotvollmacht entzogen


09.11.2004 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Meine Frage:

1994 Adoptierte ich die Tochter meiner Lebensgefährtin, die ich seit den 9. Lebensjahr großgezogen habe mit 22. Jahren, weil sie mir wie ein eigenes Kind ans Herz gewachsen war und ich Ihr auch von meinen Vermögen steuerfrei etwas vererben zu können. (Heute ist Sie 31 Jahre.)

Zur Ihrer Geschäftsgründung 1997, die ich Ihr durch meine 37 jährige Tätigkeit in der Branche ermöglichte, eröffnete ich bei der DAB Direkt Bank ein Depotkonto, auf Ihren Namen und ich räumte mir nur auf Vertrauen eine Vollmacht ein.
Das Konto eröffnete ich aus dem Grund auf Ihren Namen, damit Sie sofort Zugriff hat, wenn mir etwas zustoßen sollte, weil die Erbformularietäten länger dauern und Sie dadurch Ihr Geschäft besser erhalten kann, weil Sie ja völlig Mittellos war und Ihr Freund auch und ich mir auch selber, wenn ich Geld benötige Überweisen kann je nach Aktienstand.( bis 50%)

Ich brachte damals ein Barkapital, von 100.000.- DM ein, dass ich in Aktien anlegte, über das Konto verfügte ich alleine und verwaltete es auch bis zum 08.09.2003 übers Internet.
Da die DAB Bank die einzige Bank war, wo man bis 50% Kredit auf Aktien bekam zur freien Verfügung ( also nicht nur zum Aktienkauf) mit einen günstigen Zinssatz von 5%, konnte sich die Tochter Geld für Ihren Geschäftsanfang und Ausbau durch Kontoüberziehung ausleihen, natürlich mit vorherigen Absprache, die Aufträge führte ich alle selber aus per Internet.
Das Geld das Sie Überzog, musste Sie aber wieder zurückzahlen, mit 5% Zinsen.
Die Rückzahlungsdauer lag in Ihrem Ermessen, aber nicht die Zinsen, weil ja das was Sie an Geld benötigte immer das Konto überzogen war und die Zinsen von der Bank auch berechnet wurden und damit auch das Konto belastet wurde.
Das alles erfolgte mit mündlicher Vereinbarung.

Trotz mehrmaliger Aufforderung, zahlte Sie aber 6 Jahre keine Zinsen zurück, sondern nur teilweise das zu Leihen genommene Kapital, das auch wieder zum Teil von mir ausbezahlt wurde, als Sie wieder in Geldnöten war.
Es bliebe so eine Rückzahlung offen mit Zins von ca. 15000.-Euro, die Sie nicht mehr bezahlte, sondern stattdessen sperrte Sie am 08.09.03 das Konto und entzog mir dadurch die Vollmacht.
Trotz mehrmaliger Aufforderungen ist Sie nicht gewillt, mir meine Kontovollmacht zurückzugeben, um sich so den Rückzahlungen zu entziehen und hat sich damit unberechtigter Weise meine Aktien, oder Geld angeeignet. Ich bin sehr enttäuscht und unsere Beziehung ist auch dadurch beendet, so nach dem Motto was Sie hat das hat Sie.
Es war auch nie eine Schenkung oder ähnliches vereinbart worden.
Ich habe auch aus meiner Ehe 1966 bis 1982 noch einen Sohn, der Haupterbe ist und natürlich nicht begeistert ist von der Unterschlagung seiner Adoptivschwester.

Meine Frage:
Habe ich Aussicht auf Erfolg meine Aktien wieder bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung zurück zu bekommen, weil der Streitwert bei ca.) 80.000 Euro liegt und das auch mit viel Kosten verbunden ist?
10.11.2004 | 00:55

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst weise ich darauf hin, daß Sie sich dringend an einen Anwalt wenden sollten und zwar mit all Ihren Unterlagen.

Darüber hinaus hatte die Tochter als Kontoinhaberin das Recht Ihnen die Vollmacht zu entziehen, wenn Sie keine anderweitige Vereinbarung beweisen können.

In Ihrem Fall müssen die Unterlagen eingesehen werden, um zu klären, ob es eine anderweitige Vereinbarung gab. Diese kann auch konkludent getroffen worden sein.

Unter Umständen könnten man anhand der Zahlungseingänge nachweisen, daß Sie der eigentliche Inhaber des Kontos waren. Dies wäre zu prüfen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß Sie mit Ihrer Tochter eine Art Gesellschaft bürgerlichen Rechts gebildet haben. Dann könnten Sie einen Auseinandersetzungsanspruch gegen Ihre Tochter haben und so wenigstens einen Teil der Umkosten wieder bekommen. Ob dies der Fall ist, muß aber geprüft werden.

Vereinbarungen können natürlich auch mündlich getroffen werden müssen aber im Bestreitensfalle bewiesen werden.

Daher mein Rat: gehen Sie auf der Basis eines Erstberatungsgespräches zu einem Anwalt und legen ihm die Unterlagen vor. Dies wird Sie ca. 200 EUR kosten und falls er später für Sie tätig wird auch auf die weiteren Kosten angerechnet.

Ich stehe Ihnen dazu gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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