Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.897 Fragen, 59.566 Anwaltsbewertungen
450.527
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 10 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Darlehensvertrag - Eigenheimfinanzierung


04.11.2004 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Ein Freund von mir hat am 13.03.1999 ein Baufinanzierung bei der Deutschen Bank abgeschlossen. Es handelt sich um zwei Festbetragsdarlehen, eines über 100.000 DM mit 10 Jahren Zinsbindung und einer Laufzeit von 30 Jahren, abzulösen über eine Lebensversicherung mit gleicher Laufzeit.
Das zweite Darlehen war über 80.000 DM abgeschlossen worden, Laufzeit 8 Jahre, abzulösen über einen Bausparvertrag, in den die Eigenheimzulage eingezahlt wurde.
Sondertilgungen waren zulässig bis 19.800 DM p.a. und wurden teilweise geleistet.


Ich habe berechnet, dass bei gleicher monatlicher Belastung mit einem Annuitätendarlehen eine heute um ca. 12.000,- Euro verringerte Restschuld entstanden wäre, außerdem hätte er eine Zinsersparnis von ca. 3000 Euro, so dass ihm ein Schaden von ca. 15.00 Euro entstanden ist (durch schlechte Beratung).

Laut aktueller Preisangabenverordnung wäre die Bank verpflichtet, die Gesamtkosten der Finanzierung anzugeben (hat sie nicht gemacht).

Meine Frage ist, ob die Bank zum Zeitpunkt des Darlehensvertrags (13.3.1999) verpflichtet gewesen wäre, die Gesamtkosten anzugeben.

Außerdem wäre interessant zu erfahren, ob mein Freund Aussicht auf Erfolg bei einer Klage gegen die Bank hätte.

Die Finanzierungskonstruktion war vollkommen unsinnig, weil er
- bei gleicher Belastung nun ca. 15.000,- Euro mehr in der Tasche hätte
- eine Lebensversicherung unsinnig war, weil die Beleihung nur 60% des Werts der Immobilie betrug und er alleinstehend ist
- keine steuerliche Abzugsfähigkeit von Zinsen oder Lebensversicherungs-Beiträgen gegeben war und ist
- er keinen Anspruch auf staatl. Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmer-Sparzulage hat und hatte

Die Bank hatte ihm keinerlei Alternativen angeboten, die Beratungsdauer war ca. 30 Minuten.
Meiner Meinung nach wurde die mangelnde Fachkenntnis (er ist von Beruf Maschinenschlosser) ausgenutzt.
05.11.2004 | 18:10

Antwort

von


2 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

bei einer Eigennutzung der Immobilie wäre die gewähhlte Konstruktion in der Tat wenig sinnvoll.

Sofern es sich um eine vermietete Immobilie handelt, können die Schuldzinsen als Werbungskosten geltend gemacht werden, so dass die Konstruktion grundsätzlich sinnvoll ist.

Vorausgesetzt die Bank hätte Ihren Freund falsch beraten, hätte er das Problem, dass er diesen Beratungsfehler beweisen muß. Ihr Freund wäre in einem Rechtsstreit Partei, so dass er als Zeuge ausfällt, während der Mitarbeiter der bank hierfür zur Verfügung steht.

Außerdem ist in Ihrer Schilderung bisher nicht klar geworden, warum Ihrem Freund überhaupt ein Schaden entstanden ist. Eine Betrachtung im Nachhinein - wie jetzt mit deutlich niedrigeren Zinsen als vor 10 Jahren - dürfte nicht zulässig.

Insofern dürfte ein erfolgreiches Vorgehen gegen die Bank mit einem Rehtsstreit sehr schwierig sein.

Erfahrungsgemäß sind die Banken jedoch durchaus bereit, insbesondere wenn in der Tat nicht ganz sauber beraten wurde, Vergleiche zu akzeptieren. Insofern sollten Verhandlungen mit der Bank aufgenommen werden.

Um jedoch Ihren Fall genau zu beurteilen, ist es erforderlich, sämtliche Unterlagen zu sichten und dass der Sachverhalt umfassend geschildert wird.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen selbstverständlich für eine eingehende Prüfung des Sacheverhalts zur Verfügung.

Michael Wieck
Rechtsanwalt


Anwaltskanzlei
Wieck Zimmermann & Koll.
Lavesstr. 79
30159 Hannover

Tel.: 0511-3577106
Fax: 0511-35771071


Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2004 | 19:10

Die Immobilie ist selbstgenutzt (Eigenheimzulage).

Meine eigentliche Frage war aber folgende, die Sie leider nicht beantwortet haben:

"Meine Frage ist, ob die Bank zum Zeitpunkt des Darlehensvertrags (13.3.1999) verpflichtet gewesen wäre, die Gesamtkosten (der Finanzierung, d.h. alle Zinsen und Nebenkosten über die Laufzeit des Darlehens) anzugeben."

ANTWORT VON

Hannover

2 Bewertungen
RECHTSGEBIETE
Erbrecht, Bankrecht, Steuerrecht, Stiftungsrecht, Immobilienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53762 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top Leistung und sehr zufrieden. Ausführliche Antwort und sehr gut auf die Situation mit Eventualitäten eingegangen. Schnelle Antwort auf auf meine Nachfrage. Uneingeschränkt ... ...
5,0/5,0
Alles wirklich super!!! Vielen Dank! ...
5,0/5,0
Alles top ...