Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
470.279
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Darlehen unter ehemals Verwandten


19.12.2012 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Peter



Fallschilderung:
Das Darlehen kam folgendermassen zustande: Im Juni 2009 stand die Hochzeit des mittlerweile geschiedenen Ehepaares an. Der Exehemann konnte zu dem Zeitpunkt finanziell nichts weiter einbringen (BaföG), für den grössten Teil der Alltagskosten kam die Frau allein auf, was auch belegbar ist (Miete, Strom, Einkäufe und ect.). Der Kauf des Autos war der Wunsch des Exmannes und es wurde auf die Frau "geschrieben", weil auf den Mann bereits der ein Auto "lief". Der Mann hatte ein Festgeldkonto. Um dieses für die anstehenden Kosten nicht auflösen zu müssen, vereinbarte er (!) mit seinen Eltern, dass sie uns finanziell unterstützen. Die Frau war nicht anwesend, wusste aber davon. Es gibt keine schriftliche Vereinbarung und das Geld wurde dem Exehemann bar ausgezahlt. Sie fühlte sich selbstverständlich mitverantwortlich, dieses abzuzahlen. Das Darlehen betrug nach ihrem Kenntnisstand insgesamt 5.000 €. Dieses Darlehen war jedoch auch nicht zweckgebunden, weil es zustande kam, da uns durch die Hochzeit und durch den Kauf des Autos Kosten bevorstanden. Nachdem sie das Darlehen erhalten hatten, hat die Frau allein Raten gezahlt, weil der Mann dazu nicht in der Lage war (mangels Berufstätigkeit). Die Frau bzw. Exfrau zahlt bis heute weiterhin Raten von monatlich 25 €, hat keinen Kontakt mehr zum Exehemann. Für sie war nach der Trennung (Februar 2010) klar und das wurde auch mit dem Exehemann mündlich so abgesprochen, dass beide je 2.500 € zurückzahlen. Es wäre zu dem Darlehen nicht gekommen, wenn der Mann damals für die Kosten mit aufgekommen wäre und sein Erspartes dafür verwendet hätte. Weiterhin gab es auch ein Beratungsgespräch bei dem Autoversicherer. Es ging darum, welches der beiden Autos wem überschrieben wird, wie das Paar finanziell günstiger kommen. Nun kam ein Schreiben den Anwalts der Exschwiegermutter. Diese fordert nun 5.500 € und nicht 5.000 € und zwar nur von der Frau und Raten von monatlich mindestens 150 €. Die Exehefrau schrieb dem Anwalt zurück und schilderte den Fall wie oben. Nunmehr kam ein zweites Schreiben des Anwalts, dass die Exschwiegermutter auf der Rückzahlung von der Frau besteht und begründet dies erneut damit, dass das Darlehen für das Auto gewesen sei (der Betrag stimmt nicht mit dem Kaufvertrag des Autos überein- kann er auch nicht, weil es für die Hochzeitskosten und für das Auto war, da die Frau ja für fast alle Kosten allein aufkam). Desweiteren begründet die Exschwiegermutter den Kauf des Autos damit, dass die Frau eine Stelle in einer anderen Stadt bekam und es dafür benötigte. Dies ist jedoch gelogen. Das Auto wurde im Juni 2009 gekauft, der neue Job begann im Januar 2010 und war zum Zeitpunkt des Kaufes noch nicht absehbar (Arbeitsstelle war bis dato zu Fuss zu erreichen). Als Zeugen werden nun der Exehemann, die Exschwiegermutter und der Exschwiegervater angegeben. Allerdings war die Frau gar nicht beim Gespräch dabei. Mittlerweile hat die Frau 2.100 € abgezahlt.

Hat die Frau überhaupt eine Chance gegen den Anwalt? Was soll sie jetzt tun? Weiterzahlen oder nicht?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Die Ex-Schwiegereltern (Darlehensgeber) möchten die Ex-Schwiegertochter (Darlehensnehmer) wegen eines Darlehens an die ehemaligen Eheleute in Anspruch nehmen. Dann müssen die Ex-Schwiegereltern im Streitfall auch beweisen, dass ein Darlehensvertrag mit der Darlehensnehmerin abgeschlossen wurde. Wenn es keinen schriftlichen Darlehensvertrag gibt, der alle Beteiligten nennt und von diesen unterschrieben wurde, muss man zunächst davon ausgehen, dass die von Ihnen genannte Frau nicht in Anspruch genommen werden kann.

Denn diese hat mit den Eltern keinerlei Absprache wegen des Geldes getroffen. Sie konnte davon ausgehen, dass das Geld an den Mann gegeben wurde, an den es ja auch ausbezahlt wurde. Dass sie sich verpflichtet gefühlt hat, für diesen während der intakten Ehe mit zurück zu zahlen ist ehrenwert, begründet aber noch keine rechtliche Verpflichtung hierzu.

Die Frau sollte sich dringend anwaltliche Hilfe holen, um die Inanspruchnahme abzuwehren. Es besteht unter Umständen die Möglichkeit Beratungshilfe zu beantragen, wenn sie aus finanziellen Gründen nicht in der Lage ist, die Anwaltsgebühren zu bezahlen. Auskunft hierüber gibt das örtlich zuständige Amtsgericht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Peter, Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57882 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Super schnelle Antwort. Gibt mir Rechtssicherheit Vielen Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Rechtsanwalt Schwartmann hat unsere Anfrage (es ging um Miet- und Eigentumsrecht mit anhängigem Mahnverfahren über die Renovierungskosten für die Mieterin, welche die Wohnung stark beschädigt zurückgelassen hatte), sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super 5 Sterne ...
FRAGESTELLER