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Darf Arbeitnehmer trotz Krankschreibung im anderen Bereich arbeiten


| 27.11.2008 14:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Ich möchte bitte folgendes wissen:

Eine Arbeitnehmerin die als Rettungssanitäterin in der Krankenbeförderung beschäftigt ist hatte einen Arbeitsunfall und hat sich nun ein Stück vom MIttelfussknochen abgeschplittert. Sie soll nun für mehrere Wochen krankgeschrieben werden, da sie ja als Sanitäterin den Fuss durch laufen und heben sonst stark belasten müsste.

Darf ich als Arbeitgeber die Arbeitnehmerin nun in dieser Zeit ersatzweise im Büro einsetzen (eine Regelung ist im Arbeitsvertrag vorhanden). ?
Darf die Arbeitnehmerin den Einsatz verweigern?
Was kann ich als Arbeitgeber tun um sie zu "zwingen" trotz einer eventuellen Krankschreibung die sich ja auf den EInsatz als Sanitäterin bezieht?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung genießt die Vermutung der Richtigkeit und erfasst alle vertraglichen Verpflichtungen des Arbeitnehmers. Eine Teilarbeitsunfähigkeit für bestimmte Tätigkeiten kennt das geltende Arbeitsrecht mit Ausnahme des § 74 SGB V nicht. Entsprechend entschieben hat z.B. das LAG Köln mit Urteil vom 29.06.2007 (11 Sa 238/07).

Bei der Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit hat der ausstellende Arzt sämtliche tätigkeitsbedingten Anforderungen und Belastungen des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, in diesem Fall auch die vertraglich vereinbarte Bürotätigkeit. Bei Zweifeln an der tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit diesbezüglich können Sie den Medizinischen Dienst der Krankenkassen einschalten und ein medizinisches Gutachten veranlassen.

Solange die Mitarbeiterin arbeitsunfähig krank geschrieben ist, ist diese berechtigt auch die Bürotätigkeit für Sie zu verweigern. Zwangsmittel bestehen nicht, sofern die Weigerung aufgrund attestierter Arbeitsunfähigkeit berechtigt ist.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 01.12.2008 | 07:58


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