Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
476.313
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

DSL-Kündigung wegen Geschäftsaufgabe - Gewerbeabmeldung beim Provider verschlammt


18.12.2008 15:09 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen



Hallo,

Ich habe folgendes Problem:
Ich war selbstständig und musste aus finanziellen Gründen meinen Laden aufgeben. Ich habe meinen DSL-Anschluss außerordentlich gekündigt und habe hierbei meine Gewebeabmeldung (Abmeldung zum 30.09.07) mitgefaxt.
In der Kündigung habe ich darauf bestanden eine Kündigungsbestätigung zu bekommen.
01.10.07 Ich habe eine neue Stelle angetreten und nutze das Ladenlokal und somit den Internetanschluss nicht mehr.
Nachdem ich einige Wochen keine Antwort vom Anbieter bekam, habe ich angerufen, was denn jetzt sei. Laut Aussage des Herren am Telefon liegt die Kündigung vor, er könne aber nicht in den Vorgang reinsehen. Nach mehrmaligem anrufen meinerseits beim Anbieter konnte konnte man die Kündigung nicht einsehen oder die Kündigung sei durch. Wiedersprüchliche Aussagen. Man konnte mir auch nicht sagen, woran es liegt.

Anfang diesen Jahres bekam ich Post von einer Inkassofirma, weil ich die Monatliche Rate nicht beglichen hätte. Die Gewerbeabmeldung würde nicht vorliegen.
Jetzt habe ich die Abmeldung auch an die Inkassofirma gesendet und diese haben jetzt meine Gewerbeabmeldung weitergeleitet und die Kündigung wurde nun vollzogen zum 12.08.008. Und den Rest der offenen Kosten soll ich begleichen.

Das kann doch nicht sein. Ich soll jetzt 500 Euro dafür zahlen, dass der Provider meine Gewerbeabmeldung verschlammt hat?
Ab wann ist eine ausserordentliche Kündigung bei Geschäftsaufgabe gültig? Tag des Eingangs der Kündigung? Tag des Eingangs der Gewerbeabmeldung? Oder Tag der Gewerbeabmeldung?

Können Sie mir bitte helfen.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ausgehend von der gesetzlichen Regelung ist der Zugang der Kündigungserklärung entscheidend. Die Begründung des wichtigen Grundes durch Nachweis der Gewerbeabmeldung kann nachgeschoben werden, sofern die Gewerbeabmeldung bei Kündigung am 30.09.2007 bereits erfolgt war.

Abweichende Vereinbarungen können sich hingegen aus der vertraglichen Vereinbarung und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters ergeben. Diese Bedingungen sind aufgrund Ihrer Angaben nicht einsehbar und nicht bekannt. Die Frage, ob die Geschäftsaufgabe tatsächlich zur außerordentlichen Kündigung in Ihrem Fall berechtigt, kann ohne Kenntnis des Vertragswerkes ebenfalls nicht bewertet werden; Bedenken bestehen insoweit, dass die Geschäftsaufgabe ausschließlich in Ihrem Risikobereich liegt.

Sollten Sie sich mit dem Anbieter nicht einigen können, empfehle ich Ihnen, die grundsätzliche Wirksamkeit der Kündigung im Hinblick auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes gem. § 314 BGB anwaltlich überprüfen zu lassen, bevor Sie sich auf einen kostspieligen Rechtsstreit einlassen.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59201 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in kürzester Zeit zufriedenstellend beantwortet. Eine Nachfrage meinerseits wurde ebenfalls schnell und in mir verständlicher Sprache ausschöpfend beantwortet. Ich habe als Nichtjurist den Eindruck dass man ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke für die klare, schnelle Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurz pregnant auf den Punkt. So soll es sein. ...
FRAGESTELLER