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DHL-EXPRESS Sendung wurde bei DHL unterschlagen/geklaut.


11.11.2014 16:30 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Umfang der Haftung des Paketbeförderers für Verlust oder Beschädigung von sog. Verbotsgut


Hallo,
vor 2 Monaten habe ich eine DHL-Express gesendet.Gleich am nächsten Tag musste ich erfahren, dass die Sendung nicht mehr im DHL-System aufzufinden sei.
Die DHL füllt sich dafür nicht verantwortlich, dass die Sendung verschollen ist.

DHL schreibt:"Sendungen der Valorenklasse II, die einen tatsächlichen Wert von mehr als 500,00€ pro Tag und Empfänger überschreiten, sind nach unseren Allgemeinen Geschäftsbedienungen von der Beförderung ausgeschlossen.Aufgrund des vorab geschilderten Sachverhaltens haben wir leider keine Möglichkeit , auf Ihre Forderung einzugehen.

Eine Anzeige habe ich bei Polizei gestellt , das Verfahren wurde nach 2 Wochen eingestellt.

Ich will mein Päckchen zurück oder Schadenersatz.

Welche Möglichkeiten kann ich noch unternehmen ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Gerichte gehen in solchen Fällen von einer Schadens(mit)verursachung durch den Absender und verneinen damit die Haftung des Beförderers:
Setzt sich der Versender, der positive Kenntnis davon hat, dass der Frachtführer bestimmte Güter nicht befördern will, bei der Einlieferung bewusst über den entgegenstehenden Willen des Frachtführers hinweg und unterrichtet er ihn hierüber auch nicht, so kann sein darin liegendes Mitverschulden bei einem Verlust der Sendung auch dann zu einem vollständigen Ausschluss der Haftung des Frachtführers führen, wenn dieser wegen eines Organisationsverschuldens leichtfertig und in dem Bewusstsein gehandelt hat, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde, BGH, 15.02.2007 - I ZR 186/03

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20186%2F03&Suche=I%20ZR%20186%2F03

Argument: Der Absender setzt sich in einen nach § 425 Abs. 2 HGB beachtlichen Selbstwiderspruch, wenn ihm bekannt ist oder bekannt sein müsste, dass der Frachtführer Wertsendungen von der gewöhnlichen Beförderung ausgeschlossen sehen will, und gleichwohl von einer Wertdeklaration absieht und vollen Schadenersatz fordert.

Nichts desto trotz würde ich Ihnen empfehlen, ein Forderungsschreiben an die DHL zu schicken und unter der Fristsetzung zur Zahlung des Schadensersatzes auffordern. Wird Ihre Forderung zurückgewiesen, ist ein Klageweg nicht zu empfehlen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2014 | 18:50

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

ich habe schon die Forderung an DHL Express Germany vor einem Monat geschickt.Und die Antwort lautet:

"Einer Ersatzleistung können wir in Ihrem konkreten Fall leider nicht nachkommen.
Ihren Angaben zufolge befand sich in der Express-Sendung Edelmetall / Zahngold im Wert von 2180,90 €. Sendungen der Valorenklasse II, die einen tatsächlichen Wert von mehr als 500,00€ pro Tag und Empfänger überschreiten, sind nach unseren Allgemeinen Geschäftsbedienungen von der Beförderung ausgeschlossen.

Sehr geehrter Herr -Firma, wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir aufgrund des vorab geschilderten Sachverhaltens leider keine Möglichkeiten haben,auf Ihre Forderung einzugehen.
"
Es handelt sich um Gewerbe.Sendung von Firma zu Firma.

Das war die Frage.Was kann ich jetz unternehmen,wenn Sie mir die Klage abraten?Soll ich tatsächlich auf mein Geld verzichten?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2014 | 19:42

Sie können noch einen Versuch unternehmen,sonst wäre noch die Möglichkeit, eine Zahlungsklage zu erhobenen. Sie hat allerdings kaum Erfolgsaussichten.

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