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Cannabis handel


| 12.12.2012 22:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

ein vater von einem kollegen erstattet anzeige weil ich mit ihm in skype über den handel mit canabis geschrieben habe. Es steht im Gespräch das wir 1x Cannabis konsumiert haben. Auserdem dass ich etwas an einen anderen weitergegeben habe und er es nicht vertragen hatte, so dass er erbrach. Es existiert kein Cannabis mehr und der THC gehalt ist nicht bekannt, geschweige denn ob es sich um THC handelt. Desweiteren standen im Gespräch zukünftige Handelspläne mit Cannabis, welche allerdings nie zustande gekommen sind. Nun benötige Ich ihre Hilfe. Ich muss wissen was ich morgen beim Verhör sagen soll.

Vielen Dank.
Tim
12.12.2012 | 23:26

Antwort

von


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51065 Köln
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrrage auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung des Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich kann ich Ihnen anraten, ohne vorherige Konsultation mit einem Strafverteidger nicht bei der Polizei auszusagen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestimmt, dass man mit 500 Konsumeinheiten von 15mg THC = 7,5 g THC die Grenze zwischen der geringen und nicht geringen Menge festlegt. Wer also Cannabis besitzt, dass insgesamt mehr als 7,5 g THC enthält, ist Besitzer einer nicht geringen Menge an Cannabis.

Es reicht ein gelegentliches oder sogar einmaliges Verkaufen von Cannabis um den Tatbestand des Handeltreibens zu erfüllen.

Ein Handel mit Cannabis dürfte allerdings Ihnen nicht nachzuweisen sein, wenn es denn tasächlich nie zu einem Handel gekommen ist; auch nicht ein diesbezüglicher Versuch.

Aber die Polizei wird sicherlich versuchen, hierüber etwas über Sie zu erfahren.

Jedoch könnte eine Strafbarkeit wegen Besitzes in Betracht kommen.

Es entzieht sich meiner Kenntnis, was der genaue Inhalt der Kommunikation war, ob auch Ihr Kollege womöglich zu einer Zeugen- bzw. Beschuldigtenvernehmung (noch) vorgeladen wird und ob er sich diesbezüglich zu den Vorwürfen einlässt, ob er hinsichtlich des Inhalts seiner Einlassung "aufrichtig" zu Ihnen sein wird und schließlich auch nicht, ob der genaue Inhalt Ihrer Kommunikation irgendwie von dem Vater gespeichert wurde.

Schon der Besitz einer geringen Menge Cannabis sieht als Strafmaß eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 jahren vor.


Wenn man all diese Umstände in Betracht zieht, ist es sehr schwer, Ihnen eine konkrete Aussage vorzugeben. Die sichertse Variante dürfte zunächst das Schweigen sein. Aus anwaltlicher Vorsicht kann ich Ihnen von daher anraten, dass Sie vorab von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen behilflich sein und Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen konnte.

Abschliessend weise ich Sie darauf hin, dass die hiesige Online-Beratung den Besuch bei einem Rechtsanwaltskollegen vor Ort nicht ersetzen kann, sondern lediglich dazu dient, dem Mandanten eine erste grobe rechtliche Einschätzung zu verleihen.

Das Weglassen und bzw. oder Hinzufügen von relevanten Angaben kann eine völlig andere rechtliche Bewertung nach sich ziehen.


Mit freundlichen Grüßen

Kirli
(Rechtsanwalt)


Rechtsanwalt Serkan Kirli

Nachfrage vom Fragesteller 13.12.2012 | 00:13

Tim: Jo ey, Marco hat heut gebrochen, wel er was geraucht hatte.
Sven: Oh. Wann kommen eigendlich meine 4g die du holen wolltest?
Tim: Nimm am Montag 40€ mit auf die Arbeit.
Sven: Geht klar. Ich hab nurnoch 0,5g
Tim: Ja ich hab nix mehr.

Habe ich nun Gute Karten, wenn dieses Gespräch ausgedruckt von Svens Vater an die Polizei weitergegeben wurde? Es ist zu bedenken , dass nichts mehr von der Ware existiert. Ich würde mich über eine Antwort auf die Nachfrage freuen :)

Mfg,
Tim

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.12.2012 | 12:57

Sehr geehrter Fragetseller,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Der Dialog lässt den Schluss zu, dass ein Handeltreiben mit Betäubungsmitteln im Raum steht.

Jedoch hat ein solcher nicht stattgefunden, und kann - ausgegangen von Ihren Angaben - wahrscheinlich auch nicht nachgewiesen werden.

Auch ein Versuch des Handeltreibens, was ein unmittelbares Ansetzes erfordert, ist m.E. noch nicht gegeben.

Allein der Dialog lässt hingegen auch nicht den Schluss zu, dass Sie Besitz von Cannabis waren.

Jedoch bedenken Sie bitte, auch die bereits oben erwähnten Begelitumstände. Dem muss noch hinzugefügt werden, dass Sie auch nicht wissen, was z.B. Ihr Freund seinem Vater erzählt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Kirli
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 13.12.2012 | 00:05


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