Call-by-Call-Gebührenfestlegung als Abzocke
21.06.2009 22:06 |
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Internetrecht, Computerrecht
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Rechtsanwalt Oliver Wöhler
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Für private Auslandstelefonate nutzen wir Call-by-Call-Dienstleister. Dabei orientieren wir uns regelmäßig an veröffentlichten Listen oder bekannten Internetdiensten.
Dies haben wir am 23.3.2009 so getan und dabei einen Anbieter gewählt, der sehr günstige Konditionen ausgewiesen hat. In den folgenden 4 Wochen haben wir diesen Call-by-Call-Anbieter mehrfach benutzt. Zu unserer Übrraschung enthielt die Telekom-Rechnung Ende April jedoch Abrechnungspreise, die um den Faktor 73(!!) über denen unserer Liste lagen. Statt der erwarteten 25€-Telefonrechnung erhielten wir eine 260€-Telefonrechnung
Recherchen haben gezeigt, dass der Anbieter mit einer Vorlaufzeit von wenigen Stunden den Tarif drastisch erhöht hatte.
Weitere Recherchen haben gezeigt, dass der Anbieter dies regelmäßig so tut. Es ist zu vermuten, dass der Anbieter über sehr günstige Tarife versucht vordere Plätze in Preisübersichten zu erreichen, um dann für die Nutzer völlig überraschend die Preise drastisch zu erhöhen und schließlich völlig überzogene Forderungen zu stellen.
Die Tarifänderungen erfolgen praktisch ohne Vorlaufzeiten und gelten im Regelfall noch für den gleichen Tag.
Bisherige Korrespondenz mit dem Anbieter waren ergebnislos, die Antwortschreiben des Anbieters sind Standardschreiben, z.T. ohne Bezug zu dem konkreten Fall.
Inzwischen hat der Anbieter seine Forderungen einem Inkassobüro übergeben.
Ich beabsichtige, mir dieses betrügerische Vorgehen nicht gefallen zu lassen und scheue dabei auch eine gerichtliche Auseinandersetzung nicht.
Zuvor möchte ich jedoch die Experten dieses Forums nach deren Einschätzung fragen, auf welcher Grundlage ein Widerspruch gegen dieses betrügerische Verhalten gestellt sein könnte.
Trifft nicht Ihr Problem?
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