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CCS Inkasso


11.12.2014 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Joerss



Hallo,

45,59€ wurden bei einem Geschäft am 22.10.14 mit ECKarte gezahlt. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten habe ich ein Rücklastschrift veranlasst und den Betrag von 45,59€ am 30.10.14 auf das Konto des Geschäftes veranlasst.

Am 05.11.2014 erhielt ich ein Schreiben von CCS Inkasso bzgl. der Zahlung der Verzugskosten+1,3 Geschäftsgebühr +..67,26€

Ich zahlte nur die Bankrücklastschriftkosten unter Verweis, dass die Zahlung der Hauptforderung am 30.10.14 und somit vor dem Schreiben des Inkasskobüros erfolgte und ich mich m.E. nicht im Verzug befinde

Nunmehr erhalte ich die 2. Mahnung mit der Androhung der Einleitung des Mahnverfahren.

Bin ich verpflichtet, die Anwaltskosten (ca 60€)? Befinde oder befand ich mich im Verzug?
Sehr geehrter Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes gerne wie folgt beantworten darf.

Vorab möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass auf diesem Portal lediglich eine erste rechtliche Einschätzung möglich ist, die eine abschließende anwaltliche Beratung nicht ersetzen kann.

Im Rahmen einer solchen sollte vor allem auch die Mahnschreiben eingesehen werden.

Bei Kaufverträgen im Einkaufsladen ist der Kaufpreis in der Regel sofort zu zahlen, Zug um Zug gegen Übergabe der Sache.

Erfolgt die Bezahlung per EC-Karte, so gilt als vereinbart, dass der Kaufpreis durch Einzug vom Konto bezahlt wird, d.h. erst mit erfolgreichem Einzug ist die Sache bezahlt.

Bei einer Rücklastschrift konnte der Kaufpreis nicht eingezogen werden. Die Sache wurde damit nicht bezahlt.

Bei Nichteinlösung einer Lastschrift ist von einer sog. Selbstmahnung auszugehen, d.h. man kommt ohne Mahnung in Verzug.

Eine Ausnahme besteht, wenn man die Nichtzahlung nicht zu vertreten hat. Insbesondere aufgrund Ihrerseits geschilderter aktiver Rückbuchung sehe ich keine Anhanltpunkte für fehlendes Verschulden.

Die angesetzten Kosten erscheinen als erstattungsfähig, da insoweit auf den Zeitpunkt der Nichtleistung trotz Fälligkeit abzustellen ist.

Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung Ihrer Fragen eine Unterstützung zur ersten Orientierung gegeben zu haben. Um lediglich Verständnisfragen zu klären, nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen im Rahmen dieser ersten rechtlichen Einschätzung, aufgrund der hier geschilderten Sachverhaltsdarstellung, die ggf. ohne Kenntnis sämtlicher Sachverhaltsumstände geschieht, keinen abschließenden Rat in Ihrer konkreten Rechtsangelegenheit geben kann.

Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des gesamten Sachverhaltes wünschen, empfehle ich einen örtlichen Anwalt aufzusuc und mit ihm die Sach- und Rechtslage nach Einblick in sämtliche, bei Ihnen vorhandene Unterlagen und unter Berücksichtigung sonstiger Beweismittel und einer darauf aufbauenden ausführlichen Prüfung der Rechtslage konkret zu besprechen; ggf. ergeben sich aufgrund der Einsichtnahme in Ihre Unterlagen, der Hinzuziehung von Zeugen und der Besprechung weiterer Umstände und Hintergründe zusätzlich zu berücksichtigende Tatsachen und entsprechende Gesichtspunkte, die zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen
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