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Bürgschaft aus einem Leasingvertrag


23.12.2014 12:20 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning



Ich habe als ehemaliger Geschäftsführer einer GmbH / GmbH & Co. KG für den Leasingvertrag eines Firmenfahrzeug eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben.
Über das Vermögen des Unternehmens wurde am 04.08.2014 auf eigenen Antrag hin das vorläufige Insolvenzverfahren; am 01.10.2014 dann das Insolvenzverfahren eröffnet.
Der Leasinggeber hat das besicherte Fahrzeug am 30.10.2014 durch ein Unternehmen sicherstellen bzw. abholen lassen.
Der Leasinggeber hat das sichergestellte Fahrzeug offensichtlich am 22.12.2014 verwertet und verkauft -ohne diesen Verkauf erst mit mir als Bürgen abzusprechen oder zu informieren, bzw. mir Gelegenheit zu geben, nach einem Käufer zu suchen, der einen höheren Kaufpreis zahlen würde.
Der Leasinggeber hat mir nun eine Abrechnung zwischen offenen Leasingraten, Bearbeitungskosten und Zinsen, sowie Abholkosten und Kosten für die Erstellung von Gutachten durch die DEKRA abzüglich des eigentlichen Verwertungserlös zugeschickt (heute eingegangen) und mich zur Zahlung der Differenz i.H. von 2.996,44 Euro bis zum 02.01.2015 aufgefordert.
Ich würde gerne erfahren, ob die Forderung in der mitgeteilten Höhe rechtens ist, da ich zuvor über die Verwertungsabsicht bzw. Höhe nicht informiert wurde und mir auch keine Möglichkeit eingeräumt wurde, einen Käufer zu suchen, der einen höheren Kaufpreis gezahlt hätte. Ich wüsste auch gerne, ob ich die Kosten der Rückholung, Bearbeitungskoten und Kosten aus der Erstellung von Gutachten tragen muss und diese auch umfang meiner Bürgschaft sind.
Ich bedanke mich höflich.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich war der Leasinggeber befugt, nach dem vorzeitigen Ende des Leasingvertrages das Leasinggut zu verwerten und Ihnen die ihm hierdurch entstandenen Schäden in Rechnung zu stellen. Insbesondere war der Leasinggeber nicht verpflichtet, sich diesbezüglich mit Ihnen abzustimmen, da Sie nicht der Vertragspartner des Leasinggebers aus dem Leasingvertrag waren.

Ferner sind grundsätzlich die angegebenen Positionen nicht zu beanstanden. Allerdings wären die geltend gemachten Beträge anhand des Leasingvertrages zu prüfen. So existieren u.a. Leasingvertragstypen, in denen die "Gebrauchtwagenabrechnung" ausgeschlossen ist, was durchaus zu einer niedrigeren Entschädigung führen kann. So ist dieses Vertragsmodell beispielsweise Standard beim VW Geschäftswagenleasing. Eine entsprechende Prüfung ist aber, wie erwähnt, nur anhand der konkreten (Vertrags-)Unterlagen möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2014 | 15:02

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage. Aus der Sicht als Bürge bin ich nicht Vertragspartner des Leasinggebers, durchaus aber in meiner Geschäftsführerstellung des insolventen Unternehmens. Soweit mir bekannt ist, erfolgte die Verwertung auch nicht in Abstimmung mit dem gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter.
Gern lasse ich Ihnen die konkreten Vertragsunterlagen für eine weitergehende Prüfung zukommen, insofern Sie mir hierzu zuvor eine Schätzung Ihrer ungefähren Kostennote zukommen lassen können. Vielen Dank!
mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2014 | 21:14

Hallo

und vielen Dank für Ihre Nachfrage. Dass der Leasinggeber auch den Insolvenzverwalter nicht kontaktiert hat, dürfte daran liegen, dass der Leasinggeber nach den Leasing-AGB hierzu ggf. nicht verpflichtet ist. Zudem gehe ich davon aus, dass der Insolvenzverwalter dennoch nicht ganz unschuldig an der Verwertung ist und auch die Forderung des Leasinggebers geprüft haben sollte. Denn in der Praxis fragen die Leasinggeber beim Insolvenzverwalter nach dessen Interesse an, den Leasingvertrag fortzuführen, da er dies nach § 103 InsO ablehnen kann. Ferner dürfte der Leasinggeber seine Forderung zur Insolvenztabelle angemeldet haben.

Gerne bin ich bereit, Ihre Unterlagen zu prüfen. Bitte senden Sie diese an meine in meinem Profil hinterlegte Adresse. Nach Sichtung des Umfangs werde ich Ihnen gerne ein Angebot zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

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