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Brandschaden durch defekte Stromleitung


| 19.11.2016 11:58 |
Preis: 48,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ein Brand, ausgelöst durch ein defektes Stromkabel, das durch einen Elektrofachbetrieb vor 20 Monaten verlegt wurde, hat in meiner
Mietwohnung einen erheblichen Schaden verursacht.
Ein Gutachter der Kriminalpolizei hat einwandfrei festgestellt, das die Brandursache ein Fremdkörpereinschluss in der Kupferlegierung des Kabels
war und dies auch schriftlich belegt!
Die Haftpflichtersicherung des Elektrofachbetriebs lehnt eine Übernahme meines Hausratschadens ab, da man nicht mehr nachvollziehen könne woher
das Kabel gekommen ist und ausserdem in solch einem Falle die Hausratversicherung greifen müsse, wenn man eine solche nicht hat, wie in meinem Fall, hat man Pech gehabt!
Ist dies richtig so?
19.11.2016 | 13:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

die Antwort der Versicherung ist inhaltlich so nicht korrekt.

Allerdings ist es auch ein weit verbreiteter Irrglaube, dass für Sie in einer derartigen Situation überhaupt relevant sei, was die gegnerische Versicherung dazu meint. Was die gegnerische Versicherung meint, ist ggf. allein das Problem des Elektrofachbetriebes, nicht Ihres.

Das bedeutet, dass Sie unmittelbar aus dem Vertrag mit dem Elektrofachbetrieb (vorbehaltlich einer Auswertung aller Ihrer Unterlagen) direkte Ansprüche auf Schadensersatz gegen diesen Betrieb haben, da das erbrachte Werk (Verlegung der Leitung) nicht mangelfrei war.

Sie sollten schnellstmöglich das Unternehmen anwaltlich auffordern, in den Schaden einzutreten. Hierfür stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Sie erreichen mich an Besten unter email@tobias-mai.de

Auch das Argument mit Ihrer Hausratversicherung ist nicht nachvollziehbar. Denn wenn diese wirklich eintreten würde, würden Ihre Ansprüche nach der Regulierung auf die Versicherung übergehen, sodass sich diese dann selbst an den Elektrofachbetrieb wenden und sich dort schadlos halten würde.

Sie sollten jedoch Ihrer Hausratversicherung und vorsorglich auch Ihrer Haftpflichtversicherung den Schaden sofort anzeigen, aber zugleich mitteilen, dass sie den Schaden vorerst selbst direkt geltend machen wollen und vorerst nur Ihren Anzeigepflichten nachkommen wollen (sofern so zutreffend!).

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und bin, wie erwähnt, sehr gern für die weitere Klärung für Sie da.

Freundliche Grüße

Tobias Mai, Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2016 | 19:28

Sehr geehrter Herr Mai,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Leider kann ich den Fall der Hausratversicherung nicht melden, da ich
eine solche, wie in meiner Frage schon erwähnt, nicht habe!
Inwiefern steht meine Haftpflichtversicherung mit dem Vorfall in Zusammenhang?
Das erbrachte Werk des Elektrofachbetriebes war mangelfrei, jedoch das verarbeitete Kabel nicht!

Mit freundlichen Grüßen



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.11.2016 | 20:11

Sehr geehrter Fragesteller,

nach den mir hier aktuell bekannten Informationen kann ich keinen direkten Zusammenhang zu Ihrer Haftpflichtversicherung erkennen - ihn aber eben auch nicht vollkommen ausschließen, sodass dieser Hinweis und auch der Hinweis bzgl. der Hausratversicherung primär aus anwaltlicher Sorgfalt erfolgte, um einfach auszuschließen, dass Ihnen aufgrund unvollständiger Beratung Nachteile entstehen können.

Erneut ist mitzuteilen: Sofern der Elektrofachbetrieb kein mangelfreies Kabel verlegte, handelte es sich rechtlich aller Voraussicht nach auch um kein mangelfreies Werk.

Ich gehe, wie zuletzt schon mitgeteilt, überschlägig eher davon aus, dass Sie vertragliche Ansprüche gegen das Unternehmen auf Schadensersatz haben.

Ggf. auch als so genannter Schadensersatz "neben der Leistung", als Mangelfolgeschaden oder so genannter Weiterfresserschaden.

Für eine nähere Abklärung unter Auswertung sämtlicher Unterlagen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Erneut rate ich Ihnen, Ihre Ansprüche durch einen Rechtsanwalt zu verfolgen; etwa auch, um weitere Auskünfte bei dem Elektrofachbetrieb geltend zu machen, woher dieser Kabel bezogen wurden, um ggf. auch noch nach dem Produkhaftungsgesetz direkt gegen Lieferanten und Hersteller des Kabels vorgehen zu können.

Dass die gegnerische Versicherung behauptete, dass dies nicht mehr feststellbar sei, sollte nicht dazu führen, es zu unterlassen, diese Auskünfte bei dem Fachbetrieb mit Nachdruck einzufordern.

Sofern der Fachbetrieb sich hartnäckig weigert, Auskünfte zu den Zulieferern zu erteilen, könnte das erst Recht ein Anhalt dafür sein, dass minderwärtige oder schlimmstenfalls gar nicht zugelassene Materialien verwendet wurden, was nur noch mehr für eine Haftung des Elektrfachbetriebes spräche.

Bitte beachten Sie, dass diese Plattform lediglich einer ersten überschlägigen Bewertung dient und keine weitergehende Rechtsberatung ersetzen kann, bei der sämtliche Tatsachen abschließend aufgeklärt werden können.

Mit nochmals freundlichen Grüßen

Tobias Mai, RA

Bewertung des Fragestellers 20.11.2016 | 10:10


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 20.11.2016
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