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Brandschaden - Ablauf mit der Wohngebäudeversicherung


| 12.09.2017 10:58 |
Preis: 60,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich hatte vor 3 Wochen einen Brandschaden im Dachgeschoß meines Mehrfamilienhauses.
Von der Versicherung erschien der Gutachter vor ort. Das Gutachten will er erst nach Entkernung des Dachgeschosses
erstellen, er kommt diese Woche erneut. Er schickte eine Fachfirma um die Entkernung des Dachgeschosses durchzuführen. Er fragte mich ob dies in Ordnung wäre, ich bejate. Die Firma ist nun mit der Arbeit fertig und will bezahlt werden.
Nun zu meiner Frage:
Diese Fachfirma schickt mir 3 Papiere die ich unterzeichnen soll, 2 davon möchte ich nicht unterschreiben.
1. Abtretungklärung gerichtet an die Wohngebäudeversicherung - ist für mich in Ordnung
2. Stundenzettel - nachträgliche Unterschrift. Die Stunden sind für mich nicht nachvollziehbar und erscheinen mir sehr hoch.
Ich bin weder von der Versicherung noch vom Gutachter aufgefortdert worden eine Kontrolle der Arbeitszeiten der diversen
Arbeiter durchzuführen.
Der Gutachter erklärte mir telefonisch, es gäbe Richtlinien zwischen der durchführenden Fachfirma und der Versicherung, nach denen abgerechnet werden darf (z.B. Abrechnung nach Quadratmeter, nur in Ausnahmen nach Stundenbrechnungen möglich). Würde die Abrechnung nicht nachvollziehbar sein, bekäme der Unternehmer eine "Rüge". Ich denke , dies ist nicht mein Problem. Eventuell geht es dann mittels meiner Unterschrift finanziell zu meinen Lasten gehen : würde die Versicherung nicht alles zahlen, würde die Fachfirma mich mit Ihren restlichen Forderungen konfrontieren.
3. Auftragserteiung nachträglich - ich habe keinen Auftrag erteilt. Der Gutachter schickte diese Firma.
Ich denke, niemand kann mich für 2. + 3. zur Unterschrift zwingen.
Wie verhalte ich mich ? Der Unternehmer drängt alles zu unterschreiben.
12.09.2017 | 11:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich rate Ihnen dringend, keines der Ihnen vorliegenden Schreiben zu unterzeichnen.

Bei dem 1. Schreiben handelt es sich Ihren Angaben nach um eine Abtretungserklärung. Soweit diese inhaltlich lediglich darauf gerichtet ist, dass Sie Ihren Anspruch gegenüber der Wohngebäudeversicherung an die Fachfirma abtreten, können Sie diese unterzeichnen.

Aufgrund dessen, dass nicht Sie, sondern die Versicherung durch den Gutachter den Auftrag an die Fachfirma zur Entkernung erteilt hat, sollten Sie weder geleistete Stunden abzeichnen noch nachträglich einen Auftrag erteilen.

Ihre Vermutung, dass Sie durch einen nachträgliche Auftragserteilung auch zahlungspflichtig werden und daher bei Unstimmigkeiten zwischen der Versicherung und der Fachfirma mit der Aufforderung zur Zahlung einer Differenz zwischen Leistung der Versicherung und tatsächlichem Rechnungsbetrag der Fachfirma rechnen müssen, ist zutreffend.

Bitte verweisen Sie den Unternehmer an die Versicherung bzw. den Gutachter. Achten Sie darauf, dass Sie kurz schriftlich gegenüber der Fachfirma darauf hinweisen, dass Sie nicht Auftraggeber sind und daher auch keine Angaben zum Umfang der geleisteten Arbeit und der Begründetheit von Rechnungsbeträgen leisten können.

Wie Ihnen der Gutachter bereits mitgeteilt hat, ist es häufig so, dass zwischen Versicherer und von diesem beauftragte Fachfirmen Abrechnungsmodalitäten vereinbart sind.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 12.09.2017 | 12:14


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"Vielen Dank zur Beurteilung meines Sachverhaltes. Ich kann nun selbstsicherer meine Meinung gegenüber der Fachfirma vertreten im Bewustsein, daß ich nichts falsch mache..."
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 12.09.2017
5/5.0

Vielen Dank zur Beurteilung meines Sachverhaltes. Ich kann nun selbstsicherer meine Meinung gegenüber der Fachfirma vertreten im Bewustsein, daß ich nichts falsch mache...


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