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Brandfall SV Versicherung


04.11.2014 21:13 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Zusammenfassung: Ihre Frage betrifft das Schadensrecht und das Privatversicherungsrecht (PVR). Es stellt sich die Frage, wer für Ihren Schaden haftet d.h. ob gehaftet wird, und in welcher Höhe.


Wohnhaus durch Brand abgebrant 81 Jährige Frau verbrant Dornenhecken; Brief von Staatsanwaltschaft Ermittlung wegen Fahrlässigkeit eingestellt / SV Versicherung behauptet das es grob fahrlässigkeit sei auch ist das Wort arglistige Teuschung gefallen SV Versicherung hat einen Vergleich wo von 1€ nur 0,5€ bezahlen ( gesamtschaden 1 Million ) von der SV Versicherung gibt es keinerlei Info und Kominikation Antwort dann müsst ihr Klagen Ich bin 57 Jahre / wie ist der vergleich zu bewerten soll man klagen

Gruß Kurt

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich im hiesigen Format (www.frag-einen-anwalt.de) wie folgt beantworten:


Ihre Frage betrifft das Schadensrecht und das Privatversicherungsrecht (PVR). Es stellt sich die Frage, wer für Ihren Schaden haftet d.h. ob gehaftet wird, und in welcher Höhe.


Ob und in welcher Höhe eine Versicherung für den Schaden einzutreten hat ergibt sich aus den Versicherungsvertrag, den (allgemeinen und besonderen) Versicherungsbedingungen (AVB) und dem Gesetz (z.B. Bürgerliches Gesetzbuch BGB; Gesetz über den Versicherungsvertrag VVG).

Um abschätzen zu können ob und in welcher Höhe ein notfalls streitig d.h. gerichtlich durchsetzbarer Zahlungsanspruch besteht und in welcher Höhe, muss der Sachverhalt eindringlich ergründet werden. Hierzu können die Akten der Staatsanwaltschaft, Sachverständige, die Korrespondenz mit der Versicherung bzw. deren Ablehnungsschreiben und sonstige Unterlagen und Beweise dienen. Erst anhand all dieser Unterlagen kann anwaltlich beurteilt werden, ob z.B. eine Leistungsverweigerung oder eine Leistungskürzung der Versicherung wegen fahrlässigem Handeln hingenommen werden muss.

Exemplarisch wäre die Vorschrift des § 28 Abs. 2 zu nennen wonach gilt :"Bestimmt der Vertrag, dass der Versicherer bei Verletzung einer vom Versicherungsnehmer zu erfüllenden vertraglichen Obliegenheit nicht zur Leistung verpflichtet ist, ist er leistungsfrei, wenn der Versicherungsnehmer die Obliegenheit vorsätzlich verletzt hat. Im Fall einer grob fahrlässigen Verletzung der Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen; die Beweislast für das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit trägt der Versicherungsnehmer.

In Ihrem Fall müsste also u.a. untersucht werden, ob beweisen werden kann, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorlag.

Der Vorwurf der "arglistigen Täuschung" beinhaltet, dass eine vorsätzliche Täuschung über Tatsachen von statten gegangen sein soll (Wissen und Wollen, dass beim Getäuschten ein Irrtum entsteht). Auch hier müsste ggf. mit anwaltlicher Unterstützung dagegengehalten werden.

Auch sonst ist entgegen vollmundiger Versprechungen bei Abschluss des Versicherungsvertrages damit zu rechnen, dass die Versicherung ihre Leistungspflicht mit sonstigen Begründungen und Hinweisen auf das "Kleingedruckte" versucht abzulehnen oder zu minimieren z.B. wegen § 28 VVG (Verletzung einer vertraglichen Obliegenheit), § 19 VVG Verletzung einer Anzeigepflicht, Nichtanzeige einer sog. Gefahrenhöhung/Gefahränderung, § 82 VVG Schadensabwendungspflicht und Schadensminimierungspflicht.

Ansprüche gegen die Verursacherin des Schadens (mitversicherte Person ?) bzw. deren Verhalten ist in den Blick zu nehmen.

Im Ergebnis und in der Zusammenfassung dieser Erstberatung rate ich Ihnen dazu sich eingehender anwaltlich beraten zu lassen, gerade auch um die erforderlichen Informationen (z.B. Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft) zusammenzutragen, zu sichten und juristisch zu bewerten. Erst diese Gesamtschau kann unter Beachtung der Prozess- und Kostenrisiken ergeben , ob man sich außergerichtlich mit der Versicherung einigen kann/sollte, oder ob man Rechtsmittel einlegt (Klage).



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Gerne weise ich Sie darauf hin, dass Sie die kostenlose Nachfragefunktion nutzen können.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt
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