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Bodenleger beschädigt Dampfsperre


13.12.2013 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Schaden durch Werkunternehmer am Boden/Estrich


Wir haben von einem Inneneinrichtungsmarkt Auslegware verlegen lassen. Der Fußbodenleger hat mit einem Cuttermesser gearbeitet und dabei auf einer Länge von fünf Metern die Dampfsperrfolie einer Außenwand zerschnitten (schwimmender Estrich, daher Spalt zwischen Wand und Decke, in dem die Folie sichtbar ist). Aus meiner Sicht ein schlimmer Fehler, denn in einem Fertighaus können massive Bauschäden entstehen, wenn die Dampfsperre nicht mehr funktioniert.

Wir haben vor Auftragsausführung zehn Prozent des Rechnungsbetrags angezahlt, neunzig Prozent (1000 EUR) sind noch offen. Aus meiner Sicht ist die Beschädigung der Folie ein wesentlicher Mangel, daher möchte ich die Abnahme verweigern (§ 640 BGB).

Wenn ich die Rechnung begleiche, hat das Unternehmen vermutlich kein Interesse mehr an der Klärung des Sachverhalts. Kann ich die Zahlung des Restbetrags mit Verweis auf den Mangel verweigern und das Unternehmen auffordern, einen Experten hinzuzuziehen, der den Schaden begutachtet und einen Sanierungsvorschlag macht? Wie gehe ich argumentativ am besten vor?

Beste Grüße.


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie haben völlig recht, dass Sie ansonsten das Problem haben, praktisch Ihren Ansprüchen hinterher zu rennen und diese notfalls sogar gegenüber der Gegenseite gerichtlich einzuklagen.

Sie können daher eine Aufrechnung schriftlich erklären sowie das Doppelte der Mängelbeseitigungskosten zurückhalten, wobei man allenfalls darüber streiten könnte, ob nicht ein vertraglicher Schadensersatzanspruch wegen einer Beschädigung besteht, was nicht auf einem Mangel beruht, sondern ein vertragswidriges, schädigendes Verhalten sonstiger Art darstellt.

Letzten Endes kommt es aber wegen der Aufrechnungsmöglichkeit nicht darauf an.

Sie sollten aber die Aufrechnung erst dann erklären, wenn Sie wissen, welcher Schaden ihm dadurch entstanden ist. Vorher können Sie aber trotzdem das Geld meines Erachtens nach zurückhalten und auch solange die Abnahme verweigern, bis der Schaden behoben wurde, von wem auch immer (s. u.).

Rechtlich gesehen können Sie das Unternehmen nicht auffordern, einen Experten hinzuzuziehen, der den Schaden begutachtet und einen Sanierungsvorschlag macht, denn das müssen Sie schon selbst tun, weil das Gesetz dieses nicht derart vorsieht.

Es wäre aber auch für die Gegenseite ein probates Mittel, hier schnell die Sache zu erledigen, wobei Sie jedoch einen Anspruch darauf haben, dass der Schaden - wie auch immer zu 100 % - beseitigt wird, ob von dem Unternehmen selbst oder von Dritten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt
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