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Bitte bewerten Sie mein Arbeitszeugnis


19.12.2009 11:09 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich bitte um eine Einschätzung und eine "Übersetzung" meines Arbeitszeugnisses in Schulnoten. Ich war 6 Monate in dem Unternehmen.


Frau XXX, geboren am XXXX in XXX war vom XX.XX.XX bis zum XX.XX.XX bei uns im Rahmen eines befristeten Arbeitsvertrages als Ernteaushilfe beschäftigt.

Ihre Tätigkeiten waren
Abwicklung von Fertigungsaufträgen
Buchen von Ein- und Ausgängen, sowie Produktion
Auftragsannahme
Kommisionieren
Prüfen Warenein- und ausgang
Bestandsführung eines kompletten Lagers
Steuerung der Produktion
Absprache mit Termingabe an Auftraggeber und Spediteure

Frau XXX war aufgrund ihrer Kompetenz stets in der Lage, die ihr übertragenen Aufgaben gut zu lösen. In neuen Situationen fand sich Frau XXX aufgrund ihrer sehr schnellen Auffassungsgabe stets sicher und sehr gut zurecht und löste die ihr übertragenen Aufgaben auch unter schwierigsten Arbeitsbedingungen stets sehr gut. Sie zeichnete sich stets durch eine gute Arbeitsweise aus und zeigte dabei stets Eigeninitiative und beeindruckte durch ihre sehr große Einsatzbereitschaft. Die Güte ihrer Arbeit lag stets über dem Durchschnitt der Arbeitsgruppe. Die Leistungen von Frau XXX verdienen in jeder Hinsicht unsere volle Anerkennung.

Ihr Verhalten war jederzeit einwandfrei. Auch ihr Verhalten gegenüber unseren Kunden war stets sehr gut.

Gemäß dem Arbeitsvertrag endet das Arbeitsverhältnis zu heutigen Tage. Wir danken ihr für ihre Arbeit und bedauern, ihr keinen unbefristeten Vertrag anbieten zu können. Wir wünschen Frau XXX in Zukunft beruflich und privat alls Gute und weiterhin viel Erfolg.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Unter Berücksichtigung Ihrer Informationen sowie Ihres Einsatzes für Ihre Frage nehme ich wie folgt Stellung:

Über dieses Zeugnis kann man sich wirklich nicht beklagen. Es dürfte als Gesamtnote im Bereich von mindestens 2 ("gut") liegen. Dies ergibt sich unter anderem aus dem Gebrauch der Worte "stets" und "jederzeit" in Verbindung mit Noten wie "gut" und "sehr gut".
Auch formal ist das Zeugnis nicht zu beanstanden. Es enthält alle in Ihrem Fall notwendigen Eckpunkte, wie

- Eingangsformel

- Art der Beschäftigung

- Leistungsbeurteilung (Bewertung: 2 bis 1 also "gut bis sehr gut")

- Beurteilung des Sozialverhaltens
Hier dürfte ein Irrtum Ihres Arbeitgebers vorliegen. Er beurteilt Ihr Verhalten als stets einwandfrei (entspricht einer 3, also einem "befriedigend") und sagt dann im nächsten Satz, dass AUCH Ihr Verhalten gegenüber Kunden "stets sehr gut" war. Nach der gewählten Formulierung gehe ich davon aus, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen hier aber eine gute oder sehr gute Note geben wollte. Daher schlage ich vor, diesen Satz ändern zu lassen. Eine Formulierung könnte etwa lauten:
"Ihr Verhalten sowohl gegenüber Mitarbeitern und Vorgesetzten, als auch gegenüber Kunden war vorbildlich (entspricht einer 2, also einem "gut") oder stets vorbildlich (entspricht einer 1, also einem "sehr gut").

- Aussage zur Beendigung

Das Zeugnis steht im Einklang mit den gesetzlichen Voraussetzungen aus § 109 GewO, insbesondere ist es klar und verständlich formuliert. Es enthält nach meiner Ansicht keine versteckten Negativaussagen, die nach § 109 Abs. 2 GewO unzulässig wären.

Sogar eine positive Schlussformel ist enthalten. Auf eine Schlussformel, die Dank, Bedauern und gute Wünsche für die Zukunft beinhaltet, besteht grundsätzlich kein Anspruch (vgl. Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 20.02.2001 - 9 AZR 44/00). Um so positiver fällt sie hier ins Gewicht, denn sie macht das Gesamtbild des Zeugnisses "rund". Es wäre nämlich nicht wirklich nachzuvollziehen, wenn ein derartig gutes Zeugnis ohne entsprechende Schlussformel enden würde. Dann vermuten Personaler in Unternehmen durch das Weglassen dieser Formel, dass etwas nicht stimmt. Aber, wie gesagt, besteht diese Gefahr hier nicht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit der Beantwortung helfen konnte. Wenn meine Antwort in irgendeiner Weise für Sie unverständlich ist, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

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Bitte bedenken Sie, dass auf dieser Plattform nur eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen gegeben werden soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Tatsachen bei Ihrer Schilderung kann sich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben.

Bitte nutzen Sie auch die Bewertungsfunktion.

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