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Bis wann muss spätestens eine Rechnung geschrieben sein?


| 21.01.2005 14:35 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind im Bereich Webdesign selbständig tätig. Bei einem Büroumzug wurden falsch abgeheftete Stundenzettel gefunden, die noch nicht fakturiert waren. Es handelt sich um Stundenzettel aus den Jahren 2002, 2003 und 2004. Die Stundenzettel sind von den Auftraggebern unterschrieben. Das die Arbeit geleistet wurde ist auch unbestritten. Es wurde einfach vergessen einzelne Stunden zu berechnen. Es handelt sich insgesamt um ca. 1000 Euro. Aus unternehmenspolitischen Gründen möchten wir im Augenblick die Rechnungsstellung noch etwas hinauszögern.

Meine Fragen:

1) Die Forderungen aus welchen Jahren sind bis zum heutigen Tag (21. Jan. 2005) verjährt? Wie errechne ich die Verjährungsfristen?

2) Wann ist, ab heute gerechnet, der letzte Stichtag (bitte Datum des Eingangs beim Kunden), um den Kunden noch für die einzelnen Jahre eine Rechnung zu schicken?

3) Wo finde ich den erforderlichen Gesetzestext, um mich selbst auch etwas schlauer zu machen?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal müssen Sie zwei Dinge auseinanderhalten.

Das erste ist die ENTSTEHUNG Ihrer Ansprüche. Ich gehe davon aus, dass in Ihrem Falle Werkverträge zugrundeliegen. In diesem Falle entstehen die Forderungen grundsätzlich mit Ablieferung des Werkes. Im Moment der Entstehung beginnt die Verjährung zu laufen. In Ihrem Fall greift die Regelverjährung von drei Jahren. Sie beginnt mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Dementsprechend ist bisher keiner Ihrer Ansprüche verjährt. Rechnen Sie selbst: Die Ansprüche aus 2002 verjähren Ende 2005, die aus 2003 Ende 2006 und die aus 2004 Ende 2007.

Jetzt kommt das zweite: Von der ENTSTEHUNG ist die FÄLLIGKEIT zu unterscheiden. Mit der Erteilung der Rechnung stellen Sie Ihren bestehenden Anspruch fällig.

Da - wie aufgezeigt - die Verjährung von der Fälligkeit abzukoppeln ist, kann man Ihre zweite Frage nicht beantworten. Sie müssen nämlich beachten, dass Ihre Forderungen bis zum Ende der Verjährungsfrist nicht nur fällig gestellt sein müssen, sondern auch durchgesetzt. Hat also der Kunde nicht bis zum Ende der Verjährungsfrist gezahlt, müssten Sie bis zum letzten Tag der Verjährungsfrist Ihre Forderungen gerichtlich geltend gemacht haben.

Es wäre also BRANDGEFÄHRLICH, die Rechnungen nicht lange vor Ende der Verjährungsfrist dem Kunden zugestellt zu haben!

Die entsprechenden Vorschriften finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch, §§ 194 - 213. Sind Sie juristisch nicht vorgebildet, empfehle ich Ihnen eine aufbereitete Darstellung nach dem Motto "Verjährungsrecht für Anfänger". Fragen Sie z. B. mal bei Ihrer IHK, die haben oft etwas derartiges. Denn nach dem Studium der Paragraphen werden Sie vermutlich genauso schlau sein, wie vorher.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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