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Bevorzugung durch Missachtung der PO


27.09.2016 20:16 |
Preis: 50,00 € |

Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zulassungsanspruch zur Prüfung wegen unberechtigter Zulassung eines Kommilitonen


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe zur Zeit ein Problem in der Hochschule, wobei ich leider nicht weiter komme.
Nun zu meinem Problem. Ich bin ein Student im 5. Fachsemester der Fachrichtung Maschinenbau. Dieses Semester stehen die Projekte an, wobei man nur unter bestimmten voraussetzungen teilnehmen kann. Die Voraussetzungen sind wie folgt: man darf nur eine Klausur aus dem Grundstudium (erste beiden Semester) offen haben und benötigt eine Gesamtpunktzahl von 65ECTS-Punkten.
Ich habe jedoch noch 2 Klausuren offen, habe aber insgesamt 88 Punkte. Somit bin ich ja allgemein nicht zugelassen.
Jetzt ist es aber so, dass dieses Semester wieder Studenten zu dem Projekt zugelassen wurden, die laut Prüfungsordnung die Anforderungen nicht erfüllen. Das ist auch schon in den vergangenen Semestern vorgekommen. Laut Professor durch einen EDV-Fehler.
Ich habe einen Studenten gefunden, der exakt die Selben zwei Klausuren offen hat wie ich, der allerdings zugelassen wurde und dabei noch weniger Punkte hat als ich. Ich habe dann beide Statusbögen mit einem Vergleichsschreiben bei dem Dekan eingereicht, welche auch meinte es sei kein Problem mit noch nachzutragen.
Nur was ist letztlich passiert? Nachdem ich immer wiede vertröstet wurde habe ich heute erfahren, dass ich letztlich nicht mehr teilnehmen kann. Ein Widerspruch ist auch zwecklos, da ich schon den Prüfungsvorsitzenden darauf angesprochen habe und dieser meinte, der Antrag wird sofort abgelehnt.

Da ein widerholter Fehler gemacht wurde und die Prüfungsordnung nicht eingehalten wurde müsste es meiner Meinung nach so ablaufen, dass der Professor mich noch nachträglich zulassen muss. Dies wird er aber nicht einfach so machen, da er nicht mit sich reden lässt. Er verweißt nur auf die PO, die ja eingehalten werden muss und nicht gebrochen werden darf. Aber letztlich wurde diese doch schon damit gebrochen, dass keine richtigen Kontrollen bezüglich der Zulassung stattfinden.

Ich wurde inzwischen so oft vertröstet und zu anderen Professoren geschickt, dass ich kaum noch Zeit habe zu handeln.

Welche rechtlichen Möglichkeiten hat man bei einem solchen Fall noch? Und liege ich überhaupt mit meiner Einschätzung, wie es ablaufen sollte, richtig?

Ich wäre wirklich sehr sehr dankbar für einen hilfreichen Rat!
Danke schonmal im voraus!
27.09.2016 | 20:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

die unberechtigte Zulassung Ihres Kommilitonen wird Ihnen leider nicht zu einer eigenen Zulassung verhelfen. Einen Zulassungsanspruch können Sie nur aus der Prüfungsordnung herleiten, deren Voraussetzungen für eine Zulassung Sie derzeit nicht erfüllen. Aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz ergibt sich kein darüber hinaus gehender Anspruch für Sie auf Zulassung zum Projekt. Denn nach dem Grundsatz "keine Gleichbehandlung im Unrecht" können Sie aus der Tatsache, dass jemand anderem die Zulassung zu Unrecht erteilt wurde, keinen Anspruch für sich selbst darauf herleiten, ebenfalls zu Unrecht zugelassen zu werden.

Eine Ausnahme von dem Grundsatz gibt es im Zusammenhang mit Prüfungen und Prüfungsvoraussetzungen dann, wenn die unberechtigte Bevorzugung einer Person zu einer Benachteiligung einer anderen Person führt. Das ist in Ihrem Fall aber nicht der Fall. Denn wenn Ihre Kommilitonen nicht zu Unrecht zugelassen worden wären, hätten Sie trotzdem keine Zulassung erhalten.

Ich bedaure, Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Martin Schröder

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