Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.996 Fragen, 59.645 Anwaltsbewertungen
450.789
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 8 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betrug, Urkundenfäl., Erschl. von Leistungen


04.12.2004 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Abend,

neulich bin ich (Schüler) bei der Fahrkartenkontrolle mit einem ungültigen Monatsticket zur Kasse gebeten worden, dies basierte auf falscher Auskunft und fehlendem Wissen da Neubürger.

Da ich auf die Öffentlichen angewiesen war/bin und mich in finanzieller Notlage (erhalte noch kein BaföG) befinde, habe ich eine Streifenticket zur mehrfachen Benutzung mit TESA überklebt.
Dies ist aufgefallen. Es ist zur Anzeige gekommen. Bei der Polizei habe ich alles gestanden und mich entschuldigt.
Nächsten Tag hatte ich ein Gespräch mit der Staatsanwältin, die mich beruhigte und meinte das Verfahren werde eingestellt und mit einem Strafbefehl werde ich aufgefordert einen gewissen Geldbetrag zu zahlen. Ein Eintrag ins Führungszeugnis falle nicht an.

Besteht irgendwie die Möglichlichkeit einen Eintrag ins Strafregister auch zu umgehen?

Vielleicht wäre noch wichtig, dass ich einen schweren Verkehrsunfall hatte und seit dem Vorfall mit dem Straftat hat sich mein gesundheitlicher und psychischer Zustand verschlechtert, so dass ich sogar für eine längere Zeit krankgeschrieben bin - die Wahrscheinlichkeit den Schulabschluss zu schaffen ist auf Grund dessen auch sehr gering. Damit bin ich auch sehr bestraft.

Danke Ihnen für eine Antwort.
Guten Abend,

ob ein Eintrag ins Strafregister erfolgt, hängt von der Art der Verfahrensbeendigung ab. Hier bleibt Ihnen nur übrig, auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft zu warten.

Wenn das Verfahren, möglicherweise gegen Zahlung der Geldauflage, eingestellt wird, wird auch in das Zentralregister nur die Einstellung des Verfahrens vermerkt. Bei einer Verurteilung wird diese vermerkt.

Letzteres ist auch nicht soo dramatisch, da für eine Auskunft aus dem Führungszeugnis -egal ob für Behörden oder für Private- ohnhein nur die Verurteilungen vermerkt werden, die höher als 90 Tagessätze ausfallen. Dies halte ich nach Ihrer Schilderung für ausgeschlossen.

Dies bedeutet, daß bei einer Auskunft aus dem Zentralregister dieses keine Eintragungen enthält.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2004 | 18:27

Guten Abend,

ich danke Ihnen für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.
Gerne würde ich noch wissen, welche Auswirkung (z.B. Studium fürs Lehramt oder Beamtenlaufbahn)eine Eintragung im BZR bei Verurteilung und bei Einstellung mit Zahlungsauflage für meine Zukunft hat
bzw. ob es für diesen Fall eine Tilgungsfrist gibt, nach der man zum Lehramt oder zur Beamtenlaufbahn doch zugelassen werden kann und ob ich bei Verfahrenseinstellung gegen Zahlungsauflage auch vorbestraft bin.

Danke Ihnen für eine Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2004 | 19:02

Guten Abend,

es kommt bei der Eintragung einer etwaigen Verurteilung im Bundeszentralregister auf die Höhe der Verurteilung an. Für private Auskünfte aus dem Führungszeugnis wird die Verurteilung nur erwähnt, wenn die Verurteilung mehr als 90 Tagessätze ausmacht. In der Regel müssen Sie für eine Einstellung als Beamter ein Führungszeugnis selbst vorlegen. Die Verurteilung wäre dann also dort nicht erwähnt.

Bei Führungszeugnissen für Behörden würde die Verurteilung allerdings erwähnt werden.

Die Tilgungsfrist einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von unter 90 Tagessätzen beträgt fünf Jahre ab Rechtskraft des Urteils. Sofern also keine neue Verurteilung dazu kommt, wird die Verurteilung nach fünf Jahren vollständig gelöscht. Vorbestraft sind Sie bei einer Verfahrungseinstellung gegen Zahlungsauflage nicht.

Freundliche Grüße
Michael Weiß

Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53827 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wir waren mit dem Anwalt sehr zufrieden, die Auskunft hat uns sehr geholfen. ...
5,0/5,0
Ausführlich und verständlich. ...
5,0/5,0
Meine Frage wurde vollumfänglich, verständlich und schnell beantwortet. Bin sehr zufrieden. Danke! Mit freundlichen Grüßen ...