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Betriebsprüfung/Durchgriffshaftung


11.12.2016 19:52 |
Preis: 80,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Gemeinsam mit meiner Ehefrau betrieben wir bis zum Jahr 2014 eine UG. Diese haben wir im vorgenannten Jahr 2014 abgemeldet.Alle Abschlüsse und Voranmeldungen wurden immer rechtzeitig abgegeben.Hierbei unterstützte uns ein Buchführungshelfer, dem wir auch sehr vertrauten. Nun wurde am Jahresanfang dieser bereits abgemeldete Betrieb vom Finanzamt geprüft.Es wurde dabei einiges festgestellt, was wohl so nicht in Ordnung war.Wir haben daraufhin bereits etwa 14000 Euro Einkommenssteuer nachgezahlt. Nun steht durch die diversen Umrechnungen etc.eine Summe von etwa 18.000 Euro an Umsatzsteuern und Säumnisszuschlägen zur Zahlung an. Uns droht man nun im Rahmen der Durchgriffshaftung mit der Eintreibung der Summe. Da der Betriebsprüfer mir,dem Gesellschafter vorwirft, ich hätte mich wie ein Einzelunternehmer verhalten, wird man versuchen, diese Durchgriffshaftung durchzusetzen. Da wir unserem Buchführungshelfer vertraut haben, war uns nicht ersichtlich, das wir hier Verfehlungen begangen haben. Wie kann man hier den Schaden gering halten, da wir schon unsere Rücklagen für die Einkommenssteuernachzahlungen aufwenden mussten.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die von Ihnen aufgeworfene Frage lässt sich pauschal nicht wirklich beantworten, ohne Kenntnis des Betriebsprüfungsberichts. Möglicherweise hätten Sie gegen das Ergebnis der Betriebsprüfung auch Rechtsmittel einlegen sollen, um die Feststellungen anzugreifen.

In jedem Fall ist Ihnen zu raten, zu retten, was noch zu retten ist. Das bedeutet, einen Berater einzuschalten, diesen den BP- Bericht prüfen zu lassen um dann, wenn das Finanzamt gegen Sie vorgeht, alle noch möglichen Verteidigungsmöglichkeiten gegen die Inanspruchnahme ziehen zu können.

Ob Sie Ihren Buchhalter in die Haftung nehmen können, wäre ebenfalls zu prüfen. Nach Ihrer Schilderung würde ich in diese Option allerdings nicht allzuviele Hoffnungen setzen.

Suchen Sie also zeitnah einen Rechtsanwalt und Steuerberater auf und lassen Sie den Vorgang prüfen, darüber hinausgehende Ratschläge sind ohne Kenntnis der Vorwürfe des Finanzamtes leider nicht seriös anzubringen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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