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Betriebsprüfung - keine Unterlagen mehr


| 22.11.2008 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Schweizer



Sehr geehrte Damen und Herren,l
ich habe am 18.11.2008 ein Schreiben vom Finanzamt bekommen, dass Sie am 2.12.2008 eine Betriebsprüfung für die Jahre 2003; 2004; und 2005 durchführen möchten. Leider habe ich die Unterlagen vernichtet, da ich angenommen habe, dass so eine kleine Firma nicht geprüft wird.
Soll ich dem FA schreiben, dass ich die Unterlagen nicht mehr habe und was passiert dann? Bekomme ich dann eine Strafanzeige?
Bitte teilen Sie mir mit, was mir passieren kann, oder ob sofort ein Anwalt das Schreiben vom FA beantworten soll?
Danke !
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Online-Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

Nach § 147 Abs. 3 AO sind die Unterlagen zwingend zehn Jahre lang aufzubewahren.

Bei der Verletzung der Aufbewahrungspflicht ist das FA dem Grunde nach zur Schätzung nach § 162 AO berechtigt (BFH v. 26.02.2004 – XI R 25/02 – BStBl 2004 II S. 599 m. w. Nachw.).

Sie sollten deshalb dem FA mitteilen, dass Sie keine Unterlagen mehr haben und darauf hinweisen, dass die der Besteuerung zugrunde gelegten Zahlen nach Ihrem Erinnerungsvermögen jedoch die richtigen Zahlen sind.

Das FA kann dann aber trotzdem eine Hinzuschätzung der Einnahmen vornehmen, müsste dies dann aber im Einzelnen begründen.

Um eine Hinzuschätzung auf der Einnahmenseite zu vermeiden oder zumindest in Grenzen zu halten, sollten Sie mithilfe der entsprechenden Kontoauszüge und/oder der einzelnen Auftraggeber ausführlich die Einnahmesituation der betreffenden Jahre darlegen.
Die entsprechenden Kontoauszüge sollten Sie umgehend bei Ihrer Bank nachträglich anfordern.

Die bisher geltend gemachten Betriebsausgaben können ohne die entsprechenden Belege nicht (mehr) anerkannt werden.
Lediglich Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen können nach Pauschalen abgerechnet werden; ansonsten ist zwingend ein Belegnachweis erforderlich.

Ohne nähere Sachverhaltskenntnis lassen sich aus der Ferne im Rahmen dieser ERSTberatung leider keine weiteren konkreten Angaben machen, wie hier taktisch weiter vorgegangen werden könnte.
Zu diesem Zweck sollten Sie sich an einen Steuerberater oder an einen auf Steuerrecht spezialisierten Rechtsanwalt vor Ort wenden.

Ein strafrechtlich relevantes Verhalten Ihrerseits kann ich jedoch nicht erkennen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache vorerst weiterhelfen konnte.

Mit besten Grüßen

Reinhard Schweizer
Rechtsanwalt, Dipl.-Finanzwirt

Bewertung des Fragestellers 22.11.2008 | 19:02


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