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Betreuungsunterhalt für xFreundin (Mit Baby) - Steuer absetzen


| 23.09.2017 14:48 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag.

Ich habe mich von meiner Freundin vor 2 Monaten getrennt.
Wir haben ein gemeinsames 13 monatiges Kind, was die Mutter betreut.

Nun hat mich die Mutter über Email kontaktiert, mit der Bitte monatlich 790 Euro an ihr zu überweisen als Betreuungsunterhalt (Dokument mit den Berechnung vom Jugendamt lag als PDF bei). Ab August 2017 soll ich das regelmässig zahlen

Nun habe ich online gelesen, dass für Betreuungsunterhalt in eine nichteheliche Beziehung mit einem Kind, einen Jahresbeitrag um die 8000 Euro vom Steuer absetzbar ist, als aussergwöhnliche Belastung. Meine Frage wäre:

Frage 1
Braucht das Finanzamt unbedingt weitere Informationen von der Mutter?
Die Beziehung momentan mit der Freundin ist extrem gereizt, das heisst ihre Kooperation ist sehr fraglich. würde ich trotzdem die (ca) 8000 Euros bekommen?

Frage 2
Was passiert, wenn ich die Überweisungen for 2017 erst im Jahr 2018 durchführe? (beispielsweise nach einem Gerichtsbeschluss). Werde ich diese Überweisungen bei der Steuererklärung fürs Jahr 2017 (Jahr der Gültigkeit vom Anspruch) oder fürs Jahr 2018 (Jahr der Überweisung) eintragen müssen?

Vielen Dank im Voraus.



23.09.2017 | 15:41

Antwort

von


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73249 Wernau
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.) Absetzbarkeit von Unterhaltszahlungen

Gezahlter Unterhalt kann bis zu einer Höhe von € 8.820,00 als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden. Dies ergibt sich aus § 33a EStG, in welchem es in Abs. 1 S. 1 heißt:

"Erwachsen einem Steuerpflichtigen Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegenüber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass die Aufwendungen bis zu 8 820 Euro im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden."

2.) Informationen von der Mutter

Zur Geltendmachung des bezahlten Unterhalts genügt in Ihrem Fall der jeweilige monatliche Zahlungsnachweis. Weiter können Sie die Berechnung des Jugendamtes ggü. der Finanzbehörde vorlegen. Dies genügt als Nachweis für die Berücksichtigung bei der Einkommensteuererklärung.

3.) Zahlung erst in 2018

Bei Nichtunternehmern gilt das sog. Zu- und Abflussprinzip nach § 11 EStG. D.h. Aufwendungen können nur in dem Kalenderjahr angesetzt werden, in welchem sie auch tatsächlich abgeflossen sind. Bei einer Zahlung in 2018 ist auch erst in der Steuererklärung 2018 ein entsprechender Ansatz über § 33a EStG als außergewöhnliche Belastung möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und würde mich über die Abgabe einer 5-Sterne-Bewertung freuen. Bei Unklarheiten können Sie gerne die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-


Bewertung des Fragestellers 23.09.2017 | 16:21


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.09.2017
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