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Beteiligung an Start Up Unternehmen über Dritte


| 24.12.2007 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Hallo,

ich möchte mich gerne mit einem festen Betrag über meinen Schwager an einem neu zu gründenden Unternehmen beteiligen. Eine direkte Beteiligung ist nicht möglich, mein Schwager ist hier als Mitarbeiter angestellt und würde dann seine Beteiligung aufstocken. Ich denke hier an ein zinsloses Darlehen an meinen Schwager, das an den Gewinn und Verlust der Gesellschaft gekoppelt wird.

Wie sollte hier der Vertrag zwischen mir und meinem Schwager aussehen? Die Zusendung einer Vertragsvorlage wäre echt super. Wir möchten hier bei einer möglichen Betriebsprüfung keine Fehler machen.

Welche steuerliche Konsequenzen hätte dies

a) bei bei Gewährung des Darlehens?
b) bei Ausschüttungen/Rückzahlungen mit Gewinn/Verlust?

Da das Geschäft noch in diesem Jahr stattfinden sollte, wäre ich für eine schnell Antwort dankbar.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!
25.12.2007 | 13:11

Antwort

von


1026 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ihr Schwager wird sich an dem Unternehmen mit dem von Ihnen zur Verfügung gestellten Kapital weiter beteiligen. Das Verhältnis zwischen Ihrem Schwager und dem Unternehmen ist eine Beteiligung nebst Arbeits-/Dienstvertrag mit dem Unternehmen. Da die Beteiligung sowohl am Gewinn als auch am Verlust beteiligt ist, handelt es sich wahrscheinlich um eine Personengesellschaft.

Im Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Schwager wäre ein Darlehensvertrag zu schließen, welcher anstatt einer festen Verzinsung eine Beteiligung am Gewinn und Verlust beinhaltet, wobei aber Ihr Schwager Inhaber der Beteiligung bleibt.

D.h. der Darlehensvertrag wäre wie ein partiarischen Darlehen auszugestalten, mit der Besonderheit, dass Sie nicht das Darlehen an das Unternehmen, sondern an Ihren Schwager geben.

Hinsichtlich der steuerlichen Konsequenzen hat Ihr Schwager Einnahmen aus einer Beteiligung und Ausgaben aufgrund der Darlehensbelastungen. D.h. Gewinn und Aufwand rechnen sich gegeneinander auf. Soweit das Unternehmen entsprechenden Gewinn ausschüttet wird dieser an Sie weitergeleitet und wäre auch von Ihnen zu versteuern. Gleiches gilt für einen Verlust, welcher dann durch die Darlehensgewährung an Sie weitergreicht würde.

Anbei finden Sie einen Darlehensvertrag, wobei ich zu beachten bitte, dass eine Beratung über dieses Forum eine persönliche Beratung nicht ersetzen kann. Bei einer persönlichen Beratung können insbesondere die persönlichen steuerlichen Gegebenheit bei der Gestaltung des Darlehensvertrag berücksichtigen werden.

Weiterhin wäre noch daran zu denken, ob Sie sich die Beteiligung als Sicherheit für das Darlehen verpfänden lassen und wie zu verfahren ist, wenn der Anteil an dem Unternehmen (mit Gewinn) verkauft wird/werden soll. Hier wäre noch zu klären, ob nur Ihr Schwager an einem Gewinn aus dem Verkuaf der Beteiligung berechtigt wäre, bzw. ob etwaige Verluste, die Sie getragen haben, zunächst aus dem Erlös der Beteiligung auszugleichen wäre, ob Sie auch an dem Gewinn aus einem Beteiligungsverkauf beteiligt werden oder ob aus dem Beteiligungsverkuaf vorrangig das Darlehen zurückgeführt werden muß.

Zudem wäre noch zu klären, ob Ihr Schwager das Darlehen auch zurückzahlen muß, wenn die Beteiligung wertlos geworden ist, bzw. das Unternehmen insolvenz angemeldet hat.

Hier der Darlehensdvertrag ohne Berücksichtigung der vorgenannten Besonderheiten:

Darlehensvertrag

zwischen

Darlehensgeber -

und

Darlehensnehmer -

1. Darlehenshingabe

Der Darlehensgeber gewährt dem Darlehensnehmer ein unverzinsliches Darlehen in Höhe von ... € (in Worten ... Euro). Der Darlehensnehmer bestätigt mit seiner Unterschrift unter diesen Darlehensvertrag den Erhalt des Darlehensbetrages.

2. Verzinsung

Frau/Herr ... hat für das laufende Geschäftsjahr/das Kalenderjahr 19 ... Anspruch auf Gewinnbeteiligung in Höhe von ... vom Hundert des Jahresgewinns. Die Auszahlung erfolgt nach Ende des laufenden Geschäftsjahres und Erstellung der Bilanz.

3. Tilgung

Das Darlehen ist in monatlichen Raten von ... € zurückzuzahlen. Zahlungen des Darlehensnehmers werden zunächst auf etwaige Kosten, dann auf die aufgelaufenen Zinsen und zuletzt auf die Hauptforderung verrechnet.

Variante
Das Darlehen ist, ohne dass es einer Kündigung bedarf, spätestens am.... einschließlich Kosten und Gewinn aus der Beteiligung zurückzuzahlen. Der Darlehensnehmer ist berechtigt, vorfristig Zahlungen zu leisten, die auf etwaige Kosten, dann auf die aufgelaufene Gewinnbeteiligung und zuletzt auf die Hauptforderung verrechnet werden.

Variante
Das Darlehen ist jederzeit mit einer Frist von einem Monat/... Monaten kündbar und innerhalb von einem/... Monaten nach Zugang der Kündigung einschließlich des bis dahin aufgelaufenen Gewinns zurückzuzahlen.

4. Sicherheiten

Der Darlehensnehmer gewährt dem Darlehensgeber folgende Sicherheiten:

Abtretung/Verpfändung der Beteiligung

5. Schlussbestimmungen

Neben dieser Vereinbarung bestehen keine mündlichen Nebenabreden. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für ein Abweichen vom Schriftformerfordernis.

Gerichtsstand und Erfüllungsort ist ...

Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame Regelung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem rechtlichen und wirtschaftlichen Willen der Vertragsparteien zum ehesten entspricht.

Ort, den

........................... ...........................
(Darlehensgeber) (Darlehensnehmer)

Für eine weitergehende Beratung insbesondere im Hinbllick auf eine mögliche Veräußerung der Anteile an dem Unternehmen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe Ihnen einen ersten umfassenden Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Nachfrage vom Fragesteller 26.12.2007 | 16:53

Vielen Dank für die gute Antwort. Das hilft uns schon einmal sehr weiter. Die Gesellschaft ist jedoch keine Personen-, sondern eine Kapitalgesellschaft. Ändert das etwas an dem Sachverhalt?

Ergänzung vom Anwalt 26.12.2007 | 20:58

Bei einer Kapitalgesellschaft fällt in der Regel eine Verlustbeteiligung nicht an, da der Gesellschafter mit seiner Kapitaleinlage seine Pflichten erfüllt hat.

Eine Nachschußpflicht, außer dies ist vertraglich geregelt, ist bei einer GmbH bzw. AG nicht vorgesehen. Den Gläubigern haftet das Eigenkapital der Gesellschaft. Die Gesellschafter haften nicht persönlich.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom
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ANTWORT VON

Bad Nauheim

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Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Kreditrecht, Kaufrecht