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Besuchs- und Sorgerecht


08.08.2004 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich benötige mal wieder ihren Rat. Mein Nochehemann hat für unsere gemeinsamen Kinder das 14-tägige Besuchsrecht sowie wie wir beide noch das gemeinsame Sorgerecht haben.
Leider klappt das Besuchs und Umgangsrecht ganz und gar nicht. Laut Gerichtsbeschluss muss ich einen Besuchsplan erstellen der aufgrund meines Wochenenddienstes zurückzuführen ist. Dieser Plan stellt sich aus den Hol- und Bringzeiten wie folgt zusammen: Sa von 10 - 20 Uhr und So von 10 - 18 Uhr. Und wenn die Kinder ausdrücklich wünschen mal bei ihrem Vater übernachten wollen können sie dies tun jedoch nicht bei seiner Lebensgefährtin in ihrem Wohnort. Nun mal zu den Fragen die mich beschäftigen: Eine Woche nach diesem Gerichtsbeschluss nächtigte mein Nochehemann mit einem Kind bei seiner Lebensgefährtin in ihrem Wohnort obwohl dies ausdrücklich untersagt wurde. Ein anderes Beispiel: Er hatte die Kinder gestern gegen 10 Uhr abgeholt und gegen 23 Uhr wieder gebracht, sein Handy war die ganze zeit aus ich wusste also nicht wo sich die Kinder aufhielten. Als er sie dann nach Hause brachte lies er die Kinder an der Ecke aussteigen weil seine Freundin dabei war und sie mussten dann die letzten paar Meter in der Nacht alleine gehen. Das neuste ist jetzt er hatt sie heute morgen gegen 12 uhr abgeholt und seine Lebensgefährtin war auch anwesend, sie hielten beide vor unserer Wohnung um die Kinder abzuholen. Meine Kinder haben ihm schon deutlich zu verstehen gegeben das sie die Zeit die sie mit ihm haben lieber alleine mit ihm verbringen möchten und nicht auch noch mit seiner Freundin. Muss ich solche Aktionen tollerieren???....Auch kam vor 14 tagen morgens um 6 uhr eine SMS mit dem Inhalt ich kann die Kinder heute nicht nehmen da ihm so übel sei, in Wahrheit hatten sie die ganze Nacht Party gemacht. Wie sie dem alles entnehmen können hält er sich nicht an die Hol- und Bringzeiten er macht was er will, genauso wenig interessiert ihn irgendein Gerichtsbeschluss.
Seine Freundin ist in meinen Augen eine Trinkerin. Es wird viel und oft in GEgenwart meiner Kinder getrunken und in Gegenwart der Kinder über meine Person schlecht gesprochen. Die Ausdrücke möchte ich hier lieber hier nicht nennen. Auch musste die Freundin gestern wqieder nach Aussagen der Kinder getrunken haben. Sie stritten auch sehr heftig und sie äusserte auch wieder in Gegenwart der Kinder das sie jetzt die Polizei rufen würde wegen dem Krach mit meinem Nochehemann den sie hatten. Muss ich meine Kinder in solche ein Umfeld aussetzen???...Kann man ihm nicht das Sorgerecht entziehen und ein eingeschränktes Besuchsverbot verhängen???...Meine Kinder sind jedesmal wenn die Freundin mit anwesend ist verstört und bösartig...Meine Kinder kannten bis vor einem Jahr solch ein Umfeld nicht wo nur getrunken, gestritten, gehetzt und Intrigen getätigt werden.
Auch stufe ich meinen Mann als sehr gewalttätig ein was ich bis zum heutigen Tage aber noch nicht gegen ihn verwendet habe. Er ging in angetrunkenem Zustand mit einem Messer auf einen Polizeianwärter los. Auch wurde er gegen mich gewalttätig in Gegenwart eines Kindes und er hörte nur auf weil meine Mutter dann dazu kam. Kann ich dies gegen ihn verwenden???...Ich will ihm keineswegs die Kinder wegnehmen ich will einfach nur das er normal wird und auch mal sieht was er seinen Kindern mit seinem ganzen Verhalten antut.
Ich hoffe sie können mir helfen.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe Sie so verstanden, dass Ihre Kinder laut Gerichtsbeschluss nicht bei der Freundin des Vaters schlafen dürfen.
Dies haben sie nicht getan, sondern sie wurden lediglich spät in der Nacht zurückgebracht - auch wenn dies nicht gerade förderlich ist.

Den Umgang mit der Freundin Ihres Mannes können Sie grundsätzlich nicht einschränken, denn dem Umgangsberechtigten steht die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung zu. Das betrifft auch die Frage, mit wem das Kind während des Umgangs Kontakt hat. Sie könnten zwar das Umgangsrecht nach § 1684 IV BGB beschränken lassen, wenn dies für das Kindeswohl erforderlich ist, dies jedoch nur in der ersten Zeit der Trennung.

Sie haben leider nicht beschrieben, wie alt die Kinder sind, wie lange Sie getrennt bzw. geschieden sind, und wie lange Ihr Mann mit der neuen Freundin zusammen ist.

Wegen der Besuchszeiten:
Natürlich könnten Sie versuchen, durch Ihren Anwalt und das Gericht zwingen lassen, die Abhol- und Bringzeiten einzuhalten gegebenenfalls durch Androhung eines Zwangsgeldes für jeden Fall der Zuwiderhandlung.

Auch einen Antrag auf Erhalt des alleinigen Sorgerechtes kann man prozessual natürlich immer stellen.
Das Umgangsrecht kann man nur abändern lassen, wenn triftige, das Wohl der Kinder nachhaltig berührende Gründe dies erfordern, und die Vorteile der angestrebten Neuregelung bei fehlendem Einverständnis der Eltern die mit der Änderung verbundenen Nachteile deutlich (!) überwiegen.

Auch wenn Sie damit durchkommen, bezweifle ich jedoch, dass dies in der Praxis großen Nutzen hat, denn ich sehe das Problem eher im psychologischen und kommunikativen Bereich:

Wenn Sie wollen, dass er wieder "normal" wird, rate ich eher, zu deeskalieren und die Annäherung mit dem Vater und der Freundin zu suchen. Sinnvoll wäre meines Erachtens eine Mediation, denn in einer solchen werden beide Seiten gehört, sie erarbeiten gemeinsam eine Lösung, und niemand befindet sich auf der Anklagebank.
Und es ist auch überhaupt nicht nützlich, Ihren Mann wegen seines Lebenswandels, der Wahl seiner Freundin und deren Verhalten und Alkoholismus ins Unrecht zu setzen. Dies haben dann die Kinder wieder auszubaden, denn er wird sich gegen Schuldvorwürfe wehren, indem er entweder Sie seinerseits ins Unrecht setzt (z.B. durch Ausdrücke) oder indem er sich verteidigt. Eine positive Änderung seines Verhaltes werden Sie auf diese Weise keinesfalls erreichen.
Die Freundin Ihres Mannes grenzt sich durch ihr auffälliges Verhalten gegen Sie ab - sie tut dies zwar nach ihren offensichtlich sehr begrenzten Möglichkeiten auf eine sehr missglückte Art und Weise, aber die Abgrenzung ist m.E. ihre Absicht. Sie sind in der Beziehung durch Ihre Kinder immer präsent, und das ist belastend für die Freundin.
Im Interesse Ihrer Kinder sollten Sie auf jeden Fall versuchen, z.B. durch eine Mediation bei einer Person, die zugleich auch Trainer/in der Gewaltfreien Kommunikation ist, Einfühlung für Ihre Bedürfnisse (Sicherheit, Klarheit, Gesundheit für Ihre Kinder, Harmonie) zu bekommen und auch Einfühlung für die Bedürfnisse Ihres Mannes und seiner Freundin zu lernen. Langfristig ist das die beste Lösung. Gerichtliche Intervention ist, wenn Kinder betroffen sind, immer nur ein Pyrrus-Sieg.

Für Rückfragen und weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Albrecht
Rechtsanwältin

Elbestraße 33, 64390 Erzhausen
Tel. 06150 / 961 994
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