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Besteuerung von Abfindungen


| 18.11.2008 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag, ich möchte wissen, ab bei folgenden Fakten die
1/5tel-Regelung anwendbar ist:
Angebot des Arbeitgebers Aufhebungsvertrag zum 31.12.2008, Kündigungsfrist nicht eingehalten, Auszahlung der Abfindung Januar 2009 in einem Betrag, arbeitslos bei einjähriger Sperre des ALG I (nach Auskunft des Arbeitsamtes), kein neuer Job, also keine Zusammenballung, private Krankenversicherung nötig, also kein Abzug von SV-Beiträgen ??
30 Jahre im Betrieb, 51 Jahre alt, Stkl. 1. Die Abfindung übersteigt mehrfach das vorherige Jahresbrutto. Nach meinen Berechnungen beträgt der Unterschied zwischen normaler und 1/5tel-Besteuerung ca. 35.000 €. Wie sind diese zu "retten"?
Darf man während der einjährigen ALG-Ruhephase einen Minijob annehmen und was passiert dann?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Ihre Frage beantworte ich anhand der Angaben wie folgt:
Die von Ihnen beschriebene Abfindung kann nach der Fünftel - Regelung gem. §§ 34 I, II Nr. 2 EStG versteuert werden. Die Abfindung stellt nach Ihrer Darstellung eine `Entschädigung für entgehende Einnahmen` dar. Somit ist der Anwendungsbereich der Fünftel - Regelung eröffnet.
Die Berechnung im Sinne der Regelung (§ 34 I EStG) ist aufgrund des verwirrenden Gesetzeswortlautes bißch. kompliziert und Sie sollten auf jeden Fall einen RA / Steuerberater konsultieren, was für Sie günstiger ist.
Als Richtwert kann ich Ihnen sagen, dass die Fünftelregelung bei höheren Einkommen und hoher Abfindung meist zu keiner Steuerersparnis führt (wegen der Steuerprogression).
Wenn es bei Ihnen auch der Fall wäre, so könnten versuchen, mit Ihrem Arbeitgeber auszuhandeln, dass die Abfindung über mehrere Jahre verteilt wird.
Was die Frage betrifft bzgl. der Sozialversicherungspflicht, so muss nach dem Bundessozialgericht unterschieden werden, ob
die Zahlung als Arbeitsentgelt zu sehen ist oder nicht (zu beurteilen nach Wortlaut und Zweck der Abfindung). In Ihrem Falle ist nach Ihren Angaben eher nicht von Arbeitsentgelt auszugehen (nach der Def. des BSG), und damit wäre die Abfindung sozialversicherungfrei.
Vorsicht jedoch von bestimmten Formulierungen, wie z.B.`für geleistete Dienste`, diese Formulierung würde die Abfindung wieder `sozialversicherungpflichtig mache`. Deswegen sollten Sie den Wortlaut der Abfindung durch einen in der Materie spezialisierten RA checken lassen.
Zu der letzten Frage: Wenn Sie einen Mini - Job annehmen, so sind Sie nicht mehr arbeitslos - die Sperrzeit läuft aber ab.




Bewertung des Fragestellers 20.11.2008 | 08:45


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