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Beschuldigtenladung bei Kripo wg Verdacht des Verstoßes gegen BtmG


17.08.2006 14:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


| in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie um Hilfe bitten, da ich überhaupt nicht weiß, wie ich handeln soll.
Ich bin 26 Jahre alt, Studentin und alleinerziehende Mutter.
Ich bin noch nie straffällig geworden, auch noch nie in Konflikt mit der Polizei wegen Verstoß gegen BtmG geraten.

Mir ist folgendes passiert: Ein recht guter Freund ist wegen Drogenhandels (Marihuana) im Gefängnis, er befindet sich momentan meines Wissens nach noch in Untersuchungshaft, laut Polizei steht ihm eine mehrjährige Haftstrafe bevor.Die Verhandlung steht wohl noch aus.In diesem Punkt bin ich mir aber nicht sicher.

Gestern erhielt ich eine Beschuldigtenvorladung von der Kripo. Ich rief an, um zu erfahren, worum es geht, der Betreff stand nämlich nicht auf der Vorladung.Folgendes wurde mir gesagt: Es geht darum, dass ich im Zusammnehang mit dem Freund wohl genannt wurde als Käuferin/Konsumentin. Es liegen wohl Telefonate und Gespräche vor. Nicht nur ich erhielt diese Vorladung, eine Freundin ebenfalls.
Dass ich gelegentlich etwas gekauft habe, lässt sich nicht bestreiten, allerdings telefonierte ich auch einfach so relativ häufig mit dem Freund, als Freunde ja völlig normal.Ich weiß nicht, welche Gespräche usw aufgenommen wurden oder was gesagt wurde.

Nun weiß ich nicht, wie ich vorgehen soll. Soll ich bei der Vernehmung erscheinen oder nicht? Soll ich schweigen oder mich äußern?

Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, sollte es sich bestätigen, dass ich gelegentliche Konsumentin bin?
Wird es eine Gerichtsverhandlung geben?
Kann mir der Führerschein entzogen werden?
Wir ein Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis erfolgen?

Bitte helfen Sie mir, der Termin bei der Kripo ist bereits am Montag.Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Ich bedanke mich schon im Voraus für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 22 weitere Antworten zum Thema:
17.08.2006 | 15:01

Antwort

von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann
221 Bewertungen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Vorab muss ich darauf hinweisen, dass die nachfolgende Lösung beschränkt ist durch die von Ihnen gegebenen Informationen und daher nur so richtig und vollständig sein kann wie der von Ihnen geschilderte Sachverhalt es ist. Da hier nur eine summarische Antwort möglich ist, kann ich eine abschließende Beratung durch einen Kollegen Ihres Vertrauens nicht ersetzen. Gerne stehe ich dafür auch zur Verfügung. Nun aber zur Lösung:

Sie sollten auf keinen Fall zum Termin der Kripo erscheinen. Stattdessen können Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beauftragen. Nur dieser kann und sollte Akteneinsicht nehmen. Er kann dann die Vorladung bei der Polizei auch absagen!

Erst nach Akteneinsicht sollte geprüft werden, ob und wie Sie sich zur Sache einlassen. Erfahrungsgemäß sagen Beschuldigte, die nicht von ihrem verfassungsrechtlich verbürgten Schweigerecht Gebrauch machen, und sich ohne anwaltlichen Rat einlassen, zu Ihren eigenen Lasten aus, was später nicht zu korrigieren ist!

Der bisherige Konsum ist strafrechtlich kein Problem, möglich ist aber, dass man Ihnen den Kauf/Besitz vorwirft. Dies ist strafbar. Das genaue Strafmaß kann ohne Akteneinsicht so nicht bestimmt werden. Ohnehin wäre eine sinnvolle Verteidigungsstrategie daran ausgerichtet, das Verfahren vor einer etwaigen Hauptverhandlung zur Einstellung (ggf. unter Zahlung einer Geldauflage) zu bringen. Eine Eintragung ins Führungszeugnis steht jedoch nicht zu befürchten.

Ob Ihr Führerschein gefährdet ist, lässt sich ohne Akteneinsicht nicht beurteilen. Möglich ist aber, dass die Verwaltungsbehörde eine medizinische Untersuchung anordnet, um zu prüfen, ob Sie zwischen Drogenkonsum und Autofahren trennen können.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen hinreichend beantwortet worden sind. Für Rückfragen stehe ich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail

Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Hans-Christoph Hellmann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2006 | 15:27

Vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung.


Ich werde wohl besser nicht zu dem Termin am Montag erscheinen.
Sollte ich den Termin absagen, da ich ja gestern schon einmal mit dem Hauptkommissar gesprochen habe?
Ich hätte da allerdings noch eine Frage: Wie sollte ich weiter vorgehen,wenn ich keinen Anwalt einschalte? Aus finanzieller Sicht kann ich mir keinen Anwalt für diese Sache leisten. Vielleicht können Sie mir sagen, in welchem finanziellen Rahmen sich eine Angelegenheit dieser Form bewegen würde? Könnten ich und meine ebenfalls beschuldigte Freundin denn gemeinsam einen Anwalt nehmen?
Kann das Verfahren auch ohne Anwalt schon im Voraus gegen Geldauflage eingestellt werden?

Nochmals vielen herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2006 | 15:34

Sehr geehrte Dame,

bitte rufen Sie mich zwecks weiterer Klärung einmal unter 05139/9703334 an; alles weitere dann, ok?

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann
Burgwedel

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