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Bertrug,- Täter in Haft, Geld zurückholen, ( eingefroren) die nächsten Schritte


26.11.2014 23:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Guten Tag,

Etliche tausend Investoren wurden von eine augenscheinlich auf „Affiliate-Marketing" spezialisierte Firma betrogen. Ich gehöre zu den geschädigten Investoren. Folgend lesen Sie ein Poilizeibericht, der den Fall beschreibt. Für mich stellt sich die Frage, welche Schritte muss ich jetzt unternehmen, um mein Geld, das eingefroren ist, zurückzubekommen. Es handelt sich Nachweisbar um fast 20.000 €.


Hier der Polizeibericht und die Mitteilung an die Geschädigten:
Betrügerisches Schneeballsystem mit vielen Geschädigten geplatzt
15 Oct 2014

KEMPTEN. Etliche tausend Investoren sind Opfer eines Schneeballsystems geworden, bei dem angeblich über Internetwerbung in kürzester Zeit hohe Gewinne erzielt werden sollten.


Durch den im Oberallgäu wohnhaften 45-jährigen Tatverdächtigen war 2013 eine augenscheinlich auf „Affiliate-Marketing" spezialisierte Firma mit angeblichem Sitz in München gegründet worden. Die Firma gab dabei vor, dass Investoren durch Provisionen aus Online Werbung hohe Gewinne erzielen könnten. Entgegen der Werbeversprechen der Firma, die ihren tatsächlichen Sitz in Kempten hatte, besteht nach bisherigen Ermittlungen der Verdacht, dass die angeblichen Gewinne, die in der Anfangsphase auch an die Investoren ausgezahlt wurden, primär nicht aus Werbeumsätzen sondern im wesentlichen aus den Investitionen der neugewonnenen Anleger stammen. Im Sommer 2014 konnte das System nicht mehr aufrechterhalten werden. Derzeit ist davon auszugehen, dass mehrere tausend Personen durch diese Betrugsmasche getäuscht wurden. Nach bisherigen Ermittlungen wurde von den Geschädigten ein zweistelliger Millionenbetrag in dieses Geschäftsmodell investiert. Dabei leisteten einzelne Personen Zahlungen von bis zu 250.000 Euro.

Der 45-Jährige Tatverdächtige, der sich bereits zeitweise ins Ausland abgesetzt hatte, wurde am 07.10. aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft erwirkten Haftbefehls festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen der Kripo Kempten richten sich zudem gegen einen 44-jährigen Mann sowie eine 23-jährige Frau, die an den Taten beteiligt gewesen sein sollen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden sechs Gewerbe- bzw. Privatobjekte durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die auf den Firmen- bzw. Privatkonto des Mannes vorhandenen Summen wurden von der Polizei eingefroren. Im Rahmen der laufenden Ermittlungen werden die sichergestellten Beweismittel ausgewertet
Ablauf Strafverfahren

Nachdem aufgrund der, bei der Auswertung der sichergestellten Firmendatenbank gewonnenen bisherigen Erkenntnisse, eine bis zu fünfstellige Zahl von Geschädigten bei einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich zu befürchten ist, wurde festgelegt, dass derzeit nur Geschädigte mit einer Schadenssumme von über 5.000 Euro durch die Polizei schriftlich kontaktiert werden. Diese Personen werden gebeten, den Anhörungsbogen, den sie in den nächsten Wochen erhalten werden, zu beantworten und zurückzusenden. Die Adressen dieser Personen werden von der Polizei aus der Datenbank entnommen. Eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Polizei ist hierfür nicht erforderlich.


Bei Personen, bei denen der Schaden diese Summe unterschreitet, reichen die Erkenntnisse, die aus der sichergestellten Datenbank gewonnen werden können, für das Verfahren aus.

Für das Strafverfahren ist es nicht erforderlich aktive Schritte wie eine eigeninitiative Anzeigenerstattung vorzunehmen!

Für die Regulierung der durch das Schnellballsystem entstandenen finanziellen Schäden bei den Anlegern ist nicht die Polizei zuständig. Da für die Firma ein Insolvenzverfahren eingeleitet ist, wird in Kürze durch das zuständige Insolvenzgericht ein endgültiger Insolvenzverwalter bestimmt werden.
27.11.2014 | 01:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Da laut Artikel die Insolvenz angemeldet wurde, müssen Sie Ihre Forderung bei dem Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle anmelden. Den Namen und die Adresse des Insolvenzverwalters erfahren Sie bei dem Insolvenzgericht. Dieses wird in dem Artikel nicht genannt, erfragen Sie es am besten bei der Polizei. Voraussichtlich wird es das Gericht sein, in dessen Bezirk der Schuldner seinen Sitz hatte.

Die Forderungen können nach Anmeldung und für die Dauer des Insolvenzverfahrens nicht verjähren, die Frist beginnt erst sechs Monate nach Verfahrensende zu laufen. Die Anmeldung muß schriftlich unter konkreter Nennung von Höhe und Grund der Forderung erfolgen.

Höchst vorsorglich sollten Sie auch Akteneinsicht in die Ermittlungsakte nehmen. Wenn die Firma eine juristische Person (AG, GmbH) ist, ist nur deren Vermögen Gegenstand der Insolvenz. Da es aber Betrug ist, haben Sie auch einen Anspruch gegen die handelnden Personen selbst. Daher wäre es eine Überlegung wert, neben der Anmeldung zur Insolvenztabelle auch direkt gegen die handelnden Personen vorzugehen.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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