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Berechnung Krankenkassenbeitrag


26.02.2008 16:12 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Ich bin 72 Jahre, Rentner und bei der TechnikerKrK (TKK)freiwillig pflichtversichert. Für die Ermittlung der monatlichen Beitragshöhe fordert die TKK Nachweise über meine Einnahmen. Dazu zählen auch die Einnahmen aus Kapitalerträgen (Zinseinnahmen).
Meine Frage: Kann die TKK für die Berechnung des Beitrages die Zinserträge brutto ansetzen? Sie Berücksichtigt weder den Sparerfreibetrag noch Werbungskosten und auch nicht den Abzug der Kapitalertragssteuer (30%) und den Soli-Zuschlag.

Meiner Meinung nach dürften generell nur die Nettobeträge gem. Einkommensteurbescheid berücksichtigt werden.

Sehr geehrter Fragesteller,

die TK kann für die Beitragsberechnung die Zinserträge brutto ansetzen. Das ergibt sich aus § 12 Abs. 2 der Satzung der TK. Danach sind bei der Beitragsbemessung "die durchschnittlichen
monatlichen beitragspflichtigen Einnahmen (1/12 der Brutto-Jahreseinnahme) maßgebend unter Berücksichtigung der gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Mitgliedes. Zu den beitragspflichtigen Einnahmen gehören alle Einnahmen und Geldmittel, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden oder verbraucht werden könnten, ohne Rücksicht auf ihre steuerliche Behandlung".

Abzuziehen wären allerdings die Werbungskosten.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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