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Berechnung Gehalt Beschäftigungsverbot


| 29.09.2017 14:48 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Bei Verdiensterhöhung „nicht nur vorübergehender Natur" während oder nach der Schwangerschaft kann die Arbeitnehmerin während der Dauer eines ärztlich verordneten Beschäftigungsverbots weiterhin den erhöhten Lohn beanspruchen.


Hallo,
Mein Frauenarzt möchte mich ins Beschäftigungsverbot schicken, ich bin im 5 Monat schwanger . Ich habe vor der Schwangerschaft weniger gearbeitet , war sogar im Krankengeld. Seit Beginn der schwangerschaft habe ich eine Lohnerhöhung bekommen und meine Stunden wurden wieder erhöht. Quasi so(netto) : Auf 80% gearbeitet :
Monat 1 vor Schwangerschaft : 1500 Euro
Monat 2 : 1700 Euro
Monat 3 : 1100 plus
krankengeld

Seit der Schwangerschaft arbeite ich 90% und bekomme 1800 Euro.
Woran würde sich das Gehalt im Beschäftigungsverbot jetzt berechnen? Es steht ja an den 12 Wochen vor der Schwangerschaft aber dann steht da was mit erhöhter lohnt in der schwangerschaft und Anpassung und das mir keine Nachteile entstehen dürfen.
Würde ich dann also meine 1800 einfach weiter bekommen oder nur den Durchschnitt der 3 monate davor ? Dann könnte mir ein Beschäftigungsverbot nicht leisten....

Vielen Dank
M. H.

29.09.2017 | 18:09

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ich verstehe Ihre Verunsicherung, kann Sie aber beruhigen:

Sie haben auch während der Dauer eines ärztlich verordneten Beschäftigungsverbots Anspruch auf den erhöhten Lohn von € 1.800.
Ihr Arbeitgeber muss Ihnen „mindestens" den Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter gewähren, siehe § 11 Abs. 1 Satz 1 MuSchG. Wenn aber während der Schwangerschaft - wie bei Ihnen - oder auch danach eine Verdiensterhöhung „nicht nur vorübergehender Natur" eintritt, ist der erhöhte Lohn maßgeblich. Dies ergibt sich eindeutig aus § 11 Abs. 2 Satz 1 MuSchG.
Nach Ihren Angaben war die Erhöhung der Arbeitszeit von 80% auf 90% wohl dauerhaft geplant und eben nicht nur vorübergehend, daher steht Ihnen der erhöhte Lohn weiterhin zu.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 29.09.2017 | 19:13


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