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Berechnung ALG 1 nach Schweizer AV (Grenzgänger)


02.10.2017 11:03 |
Preis: 51,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von



Hallo,

Ich habe seit mehreren Jahren jetzt bei einem schweizer Unternehmen fest angestellt und bin jede Woche zuhause in Deutschland. Ich habe in der Schweiz auch nie einen Wohnsitz gehabt, dürfte mich also als echten Grenzgänger bezeichnen. Daraufhin gehe ich davon aus, dass ich Anspruch auf ALG 1 in Deutschland habe.
Bei Dt. Arbeitslohn wird ja bei der Berechnung von ALG 1 das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgeld (von welchem Sozialabgaben abgezogen werden können - also Spesen z.B. nicht?) als Grundlage der Berechnung herangezogen. Davon werden dann pauschale Sozialabgaben und Steuern abgezogen (Tagessatzberechnung) und das Ergebnis stellt dann das pauschal berechnete Nettoeinkommen dar, von dem man dann 60/67% ALG1 Anspruch hat. Wenn ich das grob richtig verstanden habe!?

Meine eigentliche Frage ist nun: Wird bei in meinem Falle schweizer Lohn eine andere Berechnung herangezogen? Der schweizer Brutto- und Nettolohn unterscheiden sich als Grenzgänger immens zum Deutschen Verhältnis der beiden, da ich als Grenzgänger verheiratet und 2 Kinder fast keine Quellensteuer bezahle und auch die anderen Abzüge vom Lohn sind wesentlich geringer als in Deutschland. Daher habe ich ja im Verhältnis wesentlich mehr Geld "zum Leben" in der Hand. Und das sollte doch die Berechnungsgrundlage bilden!? Oder wird dann ber der ALG 1 Berechnung auch mein schweizer Brutto als Grundlage genommen und so gerechnet, wie wenn ich diesen Bruttobetrag in Deutschland verdient hätte und die höhere Summe Abgaben abgezogen?

Vielen Dank im Voraus
03.10.2017 | 00:12

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

nach Ihrer Darstellung sind Sie tatsächlich „echte/r" Grenzgänger/in. Sie haben die Berechnung des Arbeitslosengeld 1-Anspruchs korrekt wiedergegeben.

Das Arbeitslosengeld wird nach Ihrem in der Schweiz erzielten Einkommen berechnet, wenn Sie nach Ihrer Beschäftigung in der Schweiz keine Zwischenbeschäftigung in Deutschland wahrnehmen.

Die Berechnung des Leistungsentgelts erfolgt gem. Art. 65 Abs. 5 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 nach den deutschen Vorschriften, also nach § 153 SGB III. Daß im Ausland andere Entgeltabzüge vorgenommen werden, wird nicht berücksichtigt.

Alternativ dürften Sie die Möglichkeit haben, (höheres) Arbeitslosengeld in der Schweiz beantragen zu können.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


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