Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.864
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Bemessungsgrundlage Elterngeld bei Selbständigen


18.12.2015 12:07 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork



Ich habe für 2014 33.655 EUR Einkünfte aus selbständiger Arbeit. Hiervon gehen nochmal außergewöhnliche Belastungen i.H.v. 3181 ab, sowie Vorsorgeaufwendungen 1826 und der Pauschalbetrag Sonderausgaben von 36. Es ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von 28.612 nach Berechnung meines Steuerberaters und nach Berechnung des Finanzamts 27.829.
Die Frage ist nun, ob Berechnungsgrundlage für das Elterngeld die Einkünfte/Gewinn (33655) sind oder das geringere zu versteuernde Einkommen. Die Elterngeldstelle hat das zu versteuernde Einkommen genommen, meine Steuerberaterin ist der Meinung, dass das nicht richtig ist (und ich hoffe das zumindest).


Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,




Frage 1:
"Die Frage ist nun, ob Berechnungsgrundlage für das Elterngeld die Einkünfte/Gewinn (33655) sind oder das geringere zu versteuernde Einkommen."


Die Einkünfte/Gewinn (33655) sind nach Ihrer Schilderung Ihre positiven Einkünfte nach dem Steuerrecht. Diese vermindern sich pauschal durch den Abzug der Steuern und Sozialabgaben gem. § 2 I BEEG, der wie folgt lautet:

"Die monatlich durchschnittlich zu berücksichtigende Summe der positiven Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbstständiger Arbeit (Gewinneinkünfte), vermindert um die Abzüge für Steuern und Sozialabgaben nach den §§ 2e und 2f, ergibt das Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit."

Nicht nachzuvollziehen wäre ja auch der Abzug der außergewöhnliche Belastungen i.H.v. 3181 sowie der Pauschalbetrag Sonderausgaben von 36 € im Hinblick auf die Elternbgelldberechnung, denn dieses Geld haben Sie ja durch Ihre Selbständigkeit verdient. Es wird hier jedoch lediglich Ihr steuerliches Einkommen gesenkt mit dem Ziel einer geringeren Besteuerung des Jahreseinkommens. Und die Sozialabgaben werden nach § 2 f BEEG ohnehin pauschal ermittelt und nicht nach Ihrer Steuererklärung.


Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 18.12.2015 | 13:01

Das bedeutet dann also, dass die Bemessungsgrundlage eigentlich der höhere Betrag sein müsste und nicht das zu versteuernde Einkommen, konkret, dass mein Bescheid nicht korrekt ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.12.2015 | 13:52

Nachfrage 1:
"die Bemessungsgrundlage eigentlich der höhere Betrag sein müsste und nicht das zu versteuernde Einkommen, konkret, dass mein Bescheid nicht korrekt ist?"


Richtig.

Denn die Behörde hat offenbar nicht Ihre positiven Gesamteinkünfte angesetzt, sondern Ihr zu versteuerndes Einkommen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER