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Beleidigung in ebay-Bewertung


24.09.2004 17:27 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Ich bin in einer ebay-Bewertung beleidigt worden. Kommentar des Verkäufers "...zahlt schlecht!!!".

Hintergrund:
Es handelt sich hierbei klar um eine Rachebewertung einen Tag, nachdem ich meine Negativbewertung für den Verkäufer abgab.
Grund dafür: Der Vekäufer hat mit dem Artikel angebotenes und für mich kaufentscheidendes Zubehör nicht geliefert (findet es angeblich nicht mehr), und wollte auch keinen Ersatz dafür leisten (32EUR, da ich es mir anderswo kaufen musste).

Ich habe den Verkäufer in 2 emails und einem Telefonanruf kontaktiert. Kein Interesse seinerseits, die Angelegenheit zu regeln. Schließlich habe ich nach ca. 6 Wochen eine entsprechende sachliche Bewertung für ihn abgegeben.

Nun möchte ich wenigstens meine Negativwertung wegbekommen. Ebay habe ich schon kontaktiert, keine Chance, sie mischen sich da nicht ein und können das ganze nicht beurteilen.
Auch den Verkäufer habe ich schon aufgefordert, die Bewertung zurückzunehmen und mit Strafanzeige gedroht. Sein Kommentar: "tun Sie das".

Die einzige Chance ist ein "vollstreckbarer richterlicher Beschluß gegen den Verkäufer". Dann löscht ebay die Bewertung.

Meiner Meinung nach trifft §187, StGB auf seinen Bewertungskommentar zu. Ich habe den Beleg von meiner Bank, daß der volle Betrag einen Werktag nach Auktionsende abgebucht wurde.

Nun kommen meine Fragen:

1. Macht es Sinn, einen Anwalt zu beauftragen und wie stehen die Chancen, diesen richterlichen Beschluss zu bekommen?

2. Wie läuft das Verfahren ab und wer sichert die Beweise (Internetseite)?

3. Gibt es eine Chance, die Kosten dafür und außerdem meine 32EUR erstattet zu bekommen?

4. Wird nicht alles wegen Geringfügigkeit fallengelassen und ich habe am Ende nur Kosten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Beschreibung sind Sie Ihren Pflichten als Käufer im vollen Umfang nachgekommen. Die Behauptung des Verkäufers stellt nachweisbar eine falsche Behauptung dar.

Rechtsprechung zum Thema ebay-Bewertungen sind noch dünn gesät. Sehen Sie sich hierzu meinen Artikel in diesem Forum an:

http://www.123recht.net/article.asp?a=10352&f=ratgeber_internetrecht,~computerrecht_rabirmiliebaynegativbewertung&p=1

Das Amtsgericht Erlangen (Urt. vom 26.05.2004) sieht die Abgabe einer sachlichen und insbesondere wahrheitsgemäßen Bewertung nach Vertragsabwicklung als Nebenpflicht der Vertragsparteien.
Demnach wären auch Ihre Chancen für eine Pflicht des Widerrufs, bzw. einer einverständlichen Rücknahme der Bewertung als "gut" einzuschätzen.
In diesem Fall tragen Sie die Beweislast, so dass Sie sich auch um die Sicherung der Beweise kümmern müssen. Speichern Sie die Seiten ab. Vor Gericht wurden bisher auch Zeugenaussagen oder Ausdrucke der Bildschirmseiten akzeptiert.

Hiervon zu unterscheiden wäre die von Ihnen aufgeworfene Frage nach einer Strafbarkeit Ihres Vertragspartners. Zwar wäre der Tatbestand der Beleidigung wohl nicht erfüllt, vielmehr aber der der Üblen Nachrede (§ 186 StGB) bzw. Verleumdung (§ 187 StGB). Hierbei handelt es sich um Straftatbestände, die zwar von Ihnen angezeigt werden können, häufig von Staatsanwaltschaft jedoch auf den Privatklageweg verwiesen werden. Hier können Sie unter eigenem Kostenrisiko eine Verurteilung erreichen. Unter dem Gesichtspunkt eines vernünftigen wirtschaftlichen Handelns kann ich hierzu nicht raten. Eine Anzeige könnte aber trotzdem erfolgen.

Die Kosten hat Ihnen der Gegner wegen seiner schuldhaften Pflichtevrletzung zu erstatten.
Er muss Ihnen natürlich auch Ihren Aufwand wegen dem verkauften, aber nicht gelieferten Zubehör ersetzen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Birmili
Rechtsanwalt
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