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Beleidigung im Straßenverkehr (Mittelfinger)


06.02.2005 13:20 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Fachanwalt für Familienrecht Klaus Wille


| in unter 2 Stunden

Hallo,

vor kurzem hat mich ein Autofahrer durch Bewusstes Gasgeben am einfädeln nach dem Reißverschlussverfahren gehindert und so zu einer unnötigen und gefährlichen Bremsung gezwungen. Im Reflex habe ich ihm den Mittelfinger gezeigt. Ich war alleine im Auto unterwegs und der Beleidigte war mit einer Beifahrerin in seinem Wagen.

Da mein Wagen aus versicherungstechnischen Gründen auf den Namen meiner Mutter angemeldet ist, hat diese nun die Anzeige wegen Beleidigung im Straßenverkehr erhalten. Sie hat den Zeugen-Fragebogen ausgefüllt und angegeben dass sie die Aussage verweigert da sie mit der Beschuldigten verwandt ist. Meine Mutter ist selbst Beamtin und wurde einige Tage später von einem ihr nicht gänzlich unbekannten Polizeioberkommissar wegen des Vorfalls angerufen. Er wolle das übliche Verfahren etwas abkürzen und eine Bestätigung dafür das es sich bei dem Fahrer des Fahrzeuges um ihren Sohn, also mich, handelt. Nach kurzem hin und her hat sie sich dann erweichen lassen und bestätigt dass ich das Fahrzeug nutze und wohl auch gefahren sei (Weiß der Teufel warum sie das getan hat!)

Nun habe ich selber ein Schreiben des Polizeipräsidiums erhalten und werde als Beschuldigter zu einer Zeugenaussage aufgefordert. Eigentlich hielt ich das ganze für eine Lappalie und war der Meinung dass die Angelegenheit wegen Geringfügigkeit sicher eingestellt wird. Im Net habe ich nun allerdings etwas von Strafen in Höhe von ca. 1100 Euro gelesen.

Meine frage wäre nun, wie komme ich möglichst unbeschadet aus dieser Sache heraus?
Soll ich bestreiten dass ich den Wagen fuhr? Oder bestreiten das ich den Mittelfinger zeigte?
Zeugen suchen die den zu meinen Gunsten aussagen?

Vielen dank für Ihre Bemühungen!
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 36 weitere Antworten zum Thema:
06.02.2005 | 13:51

Antwort

von

Rechtsanwalt Fachanwalt für Familienrecht Klaus Wille
162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

Zeugen zu suchen, wird ihnen leider nichts helfen. Es wäre reiner Zufall, eine Person zu finden, die Ihre Angaben bestätigen kann.

Interessant wäre zu wissen, was der Anzeigenerstatter als möglich Begründung gesagt hat. Dies wird nur in den Akten stehen. Dazu müßten Sie aber einen Anwalt berauftragen, der Akteneinsicht beantragen kann.

Durch ein "Geständnis" und der Erläuterung der Situation können Sie u.U. eine Milderung erreichen. Es wird wahrscheinlich eine Geldstrafe geben und dann die Sache eingestellt werden. Wie hoch die Geldstrafe sein wird, hängt von der Staatsanwaltschaft ab.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt








Fachanwalt für Familienrecht Klaus Wille, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.02.2005 | 15:12

Ich war wohl etwas Voreilig beim stellen der Frage. Ich habe mir den Fragebogen noch mal genauer angeschaut und dabei festgestellt das es hauptsächlich um die Beantwortung folgender frage geht: Wer war der verantwortliche Fahrzeugführer zur umseitigen Tatzeit.
Ich habe bei meiner Mutter auch noch mal genau nachgefragt und diese hat mir bestätigt das sie nur zugegeben hat das ich generell das Fahrzeug führe, nicht aber das ich zur Tatzeit das Fahrzeug geführt habe. Würde es daher Sinn machen die Aussage zu verweigern bzw. das führen des Fahrzeuges zur Tatzeit abzustreiten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.02.2005 | 20:44

Sie sollten in diesem Fall keine Aussage machen.

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Fachanwalt für Familienrecht Klaus Wille
Köln

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