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Beleidigung gegenüber Dritten


06.11.2004 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Jemand hat zu meinem Ex-Partner über mich gesagt, ich sei "die größte Schlampe von...(Ort)".

Das wiederum hat mein Ex-Partner einem Freund von mir erzählt, der es mir gesagt hat.

Eigentlich wollte ich das ganze so auf sich beruhen lassen, aber irgendwie lässt es mich doch nicht ganz los. Nun überlege ich, ob ich wegen Beleidigung Strafantrag stelle.

Mal ausgehend von der Tatsache, dass derjenige das wirklich zu meinem Ex-Partner gesagt hat und mein Ex-Partner das bezeugt:

Wie sind die Aussichten, wenn ich Strafantrag stelle? Wird das wirklich verfolgt oder mangels öffentlichen Interesses gleich wieder verworfen? Und was hat dann derjenige zu erwarten?

Wird sowas eigentlich überhaupt richtig verhandelt oder geht das über schriftliche Aussagen?

Und zum Schluss: Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich um ein Werturteil und nicht um eine Tatsachenbehauptung handelt?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

die Äußerung stellt ein Werturteil dar, das aber gleichermaßen wie die Tatsachenbehauptung vom Straftatbestand der Beleidigung erfasst ist.

Die Beleidigung kann mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden.

Stellen Sie Strafantrag, wird die Sache grundsätzlich unabhängig vom öffentlichen Interesse verfolgt, da die Beleidigung gerade ein Strafantragsdelikt ist (der Strafantrag ist nicht zu verwechseln mit der Strafanzeige).

Was Ihnen aber passieren kann und mit großer Wahrscheinlichkeit auch passieren wird ist, folgendes:

Die Staatsanwaltschaft verneint das Vorliegen eines öffentliches Interesse (das also insofern wieder von Interesse ist) und muß dann von der Erhebung der Anklage absehen. Man wird Sie dann auf das sog. Privatklageverfahren verweisen, bei dem nicht die StA, sondern Sie die Anklage erheben müssen. Die StA kann, muß aber nicht mitwirken. Im übrigen ist es ein normales Strafverfahren, das auch eine mündliche Verhandlung beinhalten kann.

Das Privatklageverfahren ist für Sie mit einem Kostenrisiko verbunden, denn Sie müssen zunächst einmal einen Gerichtskostenvorschuss zahlen. Je nach Ausgang des Verfahrens können im ungünstigsten Fall die Gerichtskosten, ggf. Ihre Anwaltskosten sowie ggf. die Verteidigerkosten des Täters an Ihnen hängen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 08.11.2004 | 09:39

Danke für Ihre Antwort. Dazu noch eine kurze Nachfrage: Würden Sie sagen, dass meine Rechtsschutzversicherung die Kosten für das genannte Privatklageverfahren übernimmt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.11.2004 | 10:07

Das hängt von Ihren Versicherungsbedingungen ab. In der Regel sind hier aber die ARB (Allgemeine Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung) einschlägig. Danach bsteht in diesem Falle kein Versicherungsschutz.

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