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Beleidigung auf sexueller Basis


27.11.2004 01:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Ich bin Lehramtsstudent und habe zusammen mit einem Freund vor ein paar Wochen ein Projekt mit einer Klasse durchgeführt. Nach dem Projekt habe ich eine Schülerin angehalten und sie gefragt, ob sie für Geld mit mir schlafen würde. Sie hat dies verneint. Daraufhin fragte ich noch einmal nach. Als sie jedoch wieder verneinte, verabschiedete ich mich und ging wieder.
Diese Schülerin hat mich nun wegen Beleidigung auf sexueller Basis angezeigt, eine Vorladung der Polizei liegt mir vor. Da ich meine Pflichten und Grenzen als angehender Lehrer kenne, bin ich sehr besorgt über mein Verhalten, da ich nicht dachte, dass das Mädchen sich davon verletzt oder beleidigt fühlen könnte. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich unüberlegt gehandelt habe und ich mir lediglich "einen Spaß erlauben wollte". Was erwartet mich jetzt? Geldstrafe oder mehr? Eintrag in das Führungszeugnis?

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Guten Morgen,

ich sehe Ihr Problem sowohl auf strafrechtlicher als auch aus beamtenrechtlicher Ebene.

Strafrechtlich ist Ihr Verhalten eindeutig eine Beleidigung. Ob dies zur Bestrafung führt, läßt sich anhand Ihrer Schilderung natürlich nicht abschließend beurteilen. Dies hängt davon ab, ob zum einen die Äußerung bewiesen werden kann, zum anderen, ob man Ihnen die Einlassung abnimmt, daß das ganze nur ein Spaß hat sein sollen. Möglicherweise kommt darüberhinaus auch der Versuch eines sexuellen Mißbrauchs von Schutzbefohlenen in Frage. Dies ist aber nur der Fall, wenn die Schülerin unter 16 Jahren alt ist.

Wenn dies Ihr erster "Fehlgriff" war, droht Ihnen noch keine Freiheitsstrafe. Wie hoch eine Geldstrafe wird, hängt vom Einzelfall ab, ich kann dies deshalb nicht abschließend beurteilen. Diese wird nach sogenannten Tagessätzen bemessen, die sich an der Höhe des Einkommens orientieren. Mit allem Vorbehalt können Sie sich ungefähr an einer Höhe von 30-60 Tagessätzen orientieren.

Eine Eintragung in das Bundeszentralregister erfolgt bei jeder Verurteilung. Im Falle einer Auskunft aus dem Zentralregister an Behörden oder Private (Führungszeugnis) werden aber nur Entscheidungen aufgeführt, die eine Geldstrafe ab 90 Tagessätzen umfassen. Im Normalfall bliebe also Ihr Führungszeugnis sauber.

Beamtenrechtlich werden Sie ein Disziplinarverfahren zu erwarten haben, da Ihr Verhalten einen Verstoß gegen die Pflichten eines Beamten beinhaltet. Dies kann etwa mit einem Verweis enden. Eine Entfernung aus dem Beamtenverhältnis haben Sie nicht zu erwarten, da dies eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr voraussetzt.

Sie sollten gegenüber der Polizei zunächst keine Stellungnahme abgeben, sondern über einen Anwalt erst einmal Akteneinsicht anfordern. Dann kennen Sie die Aussage der Schülerin und wissen auch, ob etwa weitere Zeugen ermittelt wurden. Erst dann sollten Sie ggf. eine Stellungnahme abgeben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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