Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.926 Fragen, 59.611 Anwaltsbewertungen
450.626
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 11 Anwälte online

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Frag-einen-Anwalt Prime

Schließen

ist ein neuer Service von 123recht.net und Frag-einen-Anwalt.de, damit Sie noch einfacher zu Ihrem Recht kommen. Wir garantieren Ihnen:

  • Schnelles Feedback

    Wir melden uns noch heute bei Ihnen.

  • Kostenlose erste Einschätzung

    Sie erhalten eine kostenlose erste Einschätzung Ihres Problems.

  • Erfahrene Kanzlei

    Wir kennen Theorie und Praxis. In unserer Kanzlei arbeiten Anwälte mit über fünfjähriger Berufserfahrung im Strafrecht.

  • Transparenz

    Vor einer Beauftragung nennen wir Ihnen immer sämtliche Folgekosten. Wir teilen mit, was wir machen werden und bis wann.

  • Bundesweite Mandatsbearbeitung

    Wir helfen Ihnen zu Ihrem Recht, egal wo Sie sitzen, ohne Mehrkosten.

  • Verlässlicher Service

    Sollten Sie uns beauftragen: Wir halten jeden weiteren Termin, den wir Ihnen zusagen.

Schließen

Bekannte mit 10 Kg Hasch im Auto erwischt


19.06.2004 21:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Eine Bekannte von mir ist mit 10 Kg Hsch im Auto erwischt worden. Ihr wird wohl Handel mit Drogen vorgeworfen. Mit welcher Sraße kann Sie rechnen ? Sie war bisher ein "unbeschriebens Blatt
HALLO!

Ich gehe davon aus, dass mit Hsch hier Haschisch, also ein THC-haltiges Produkt gemeint ist.

Die Strafbarkeit des Umgangs mit THC-Produkten ist in den §§ 29 ff. Betäubungsmittelgesetz (BtMG) geregelt. Verboten ist Anbau, Herstellen, Handeln, Einführen, Ausführen, Abgeben, Besitzen, in den Verkehr bringen u.s.w. Praktisch ist alles verboten.

Grundsätzlich ist die Strafzumessung Sache des Tatrichters. Dabei wird zwischen der Menge zu unterscheiden sein. Das Gesetz kennt drei Mengen. Die geringe Menge im Sinne von § 29 Abs. 5 und § 31a BtMG. Die nicht geringe Menge im Sinne von § 29a Abs. 1 Ziff. 2, § 30 Abs. 1 Ziff. 4, § 30a BtMG. Die dritte Gruppe bildet die Menge zwischen der geringen und der nicht geringen Menge.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass das Tatbestmerkmal "nicht geringe Menge" in § 30 I Nr. 4 BtMG erfüllt ist, wenn das Cannabisprodukt mindestens 7,5 g Tetrahydrocannabinol (THC) enthält. (BGH AZ: 3 StR 183/84) Diese Entscheidung ist vielfach bestätigt worden.

Es kommt also auf den Wirkstoffgehalt an. Die Tatgerichte dürfen unschädlich von einem Wirkstoffgehalt in Höhe von 5 Prozent THC ausgehen – meist sind es noch etwas mehr. Bei 10.000 Gramm sprechen wir in diesem Fall von mindestens 500 Gramm THC! Dies ist eindeutig eine "nicht geringe Menge".

Beschränkt sich der Tatvorwurf lediglich auf den Besitz, ist § 29a Abs. 1 Ziff. 2 BtMG einschlägig. Die Strafe für dieses Verbrechen beträgt mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe. Sollte Ihre Freundin glaubhaft machen können, dass die Tat auf eine eventuelle Suchtmittelabhängigkeit zurückzuführen ist, muss das Vorliegen eines minderschweren Falls im Sinne von § 29a Abs. 2 BtMG geprüft werden. Sollte man Ihrer Freundin dagegen nachweisen können, dass sie gewerbsmäßig gehandelt hat, die Drogen eingeführt hat (aus dem Ausland) oder bandenmäßig gehandelt hat, beträgt die Mindeststrafe zwei bzw. fünf Jahre.

Es kommt entscheidend auf die Einstellung des Gerichts an. Denn nach wie vor ist in der Bundesrepublik Deutschland keine einheitliche Linie bei Verurteilungen aufgrund Betäubungsmittelkriminalität zu erkennen. Im besten Fall kommt Ihre Freundin mit zwei Jahren Freiheitsstrafe ausgesetzt zur Bewährung davon – im schlimmsten Fall wird sie für einige Zeit zumindest in den offenen Vollzug. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich nicht konkreter werden kann. Ich bin kein Richter und ich weiß auch nicht, welches Gericht zuständig sein wird.

Zur Thematik der Verfassungsmäßigkeit der Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes sind die beiden letzten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts aus den Jahren 1994 und 1997 lesenwert. (BVerfG, 10.6.1997, AZ: 2 BvR 910/97 & BVerfG, 9.3.1994, AZ: 2 BvL 43/92)



Beste Grüße

Dennis Sevriens
- Rechtsanwalt -
http://info.dpms.name

*******************
RA DPMS
Bergmannstraße 12
10961 Berlin
Tel: 030 / 61203616
Fax: 030 / 61203626
www.RABerlin.de

Kanzleizeiten: Mo - Do von 10:00 - 16:00 Uhr

Tätigkeitsschwerpunkte: Markenrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht

Interessenschwerpunkte: Mietrecht, Strafrecht
*******************
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 53799 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
sehr hilfreich! ...
3,6/5,0
Die Beantwortung der ersten Frage erfolgte teilweise, die zweite Frage wurde gar nicht beantwortet. ...
4,8/5,0
Prima Arbeit, kurz prägnant und zielgerichtet. ...