Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
470.825
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Beim 'Joint rauchen' erwischt


| 09.11.2014 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Konsequenzen bei erstmaligem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.


Folgende Situation (Bayern):

Ich und ein Freund (beide 18 Jahre) standen in einer Samstag Nacht auf einem Parkplatz vor einem Lebensmittelmarkt. Während wir gerade einen Joint geraucht haben, tauchten plötzlich 2 Zivilpolizisten auf und nahmen den Joint sofort wieder weg.
Natürlich haben sie uns durchsucht aber haben nichts gefunden weil wir nur diesen 1 Joint dabei hatten und dies auch das erste mal war das wir konsumiert haben. Sie haben Personalien aufgenommen, den Joint eingepackt und wir mussten nichts unterschreiben.

Meine Frage:

Welche rechtlichen Folgen werden nun auf uns zukommen? Wird es in unserem Fall zu einer Verurteilung kommen und wie sieht es mit einem polizeilichen Eintrag in unserer Akte aus?

Ebenfalls würde uns interessieren wie es mit unseren Führerscheinen aussieht, da die Polizei meinte das bei einem Erstvergehen der Führerschein nicht entzogen wird.
09.11.2014 | 10:48

Antwort

von


61 Bewertungen
Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: www.grasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich haben Sie sich wegen unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln gemäß § 29 Abs. 1 Nr. 3 BtMG strafbar gemacht. Der gesetzliche Strafrahmen reicht hier von einer Geldstrafe bis hin zu Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

Da Sie aber erst 18 Jahre alt und damit Herabwachsender sind, kann bei Ihnen ggf. Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen.

Wenn Sie zum ersten Mal mit Betäubungsmitteln erwischt wurden und auch sonst bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, dann haben Sie gute Chancen, dass das gegen Sie eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Geringfügigkeit eingestellt wird.

Sollten Sie in den nächsten Wochen telefonisch oder schriftlich von der Polizei zu einer Beschuldigtenvernehmung geladen werden, empfehle ich Ihnen, sich an einen auf das Strafrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden. Dieser wird dann zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte nehmen und dann dafür sorgen, dass Sie ohne entsprechende Eintragung davon kommen.

Gerne stehe ich Ihnen für diesen Fall zur Verfügung. Meine Kontaktdaten finden Sie durch Anklicken meines Bildes.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2014 | 10:56

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich verstehe jedoch noch nicht ganz, warum dies als Besitz von BTM gesehen wird. Ist hier denn nicht auch zu differnezieren, wer Ihn in der Hand hatte als er uns abgenommen wurde?
Beziehungsweise im Grunde war das nicht mal unserer, den hatten wir kurz vorher von jemandem bekommen. Gilt dies trotzdem als Besitz in diesem Fall auch wenn ich Ihn nicht in der Hand hatte?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2014 | 12:08

Man unterscheidet zwischen Konsum (nicht strafbar) und Besitz (strafbar).

Ihre Einlassung, dass nur Konsum und kein Besitz vorlag, wird auf Seiten der Strafverfolgungsbehörden sicherlich anders bewertet.
Es ist davon auszugehen, dass man Ihnen gemeinschaftlichen Mitbesitz an dem Joint unterstellt. Wenn die Polizei nur von straffreiem Konsum ausgegangen wäre, dann wäre gar kein Vorgang aufgenommen worden.
Zumindest war einer von Ihnen beiden Besitzer. Da noch nicht klar ist, wer das war, wird üblicherweise zunächst gegen Sie beide ermittelt.

Nichts desto trotz werden Sie hier nicht mit einer Verurteilung zu rechnen haben, wenn bislang noch nichts strafrechtliches gegen Sie vorliegt.

Ergänzung vom Anwalt 09.11.2014 | 10:54

Ein Entzug der Fahrerleubnis droht Ihnen bei einmaligem/erstmaligem Konsum von Cannabis zwar nicht, wenn zuvor noch ein anderes Vergehen begangen wurde.

Jedoch erfolgt eine Meldung an die Fahrerleubnisbehörde, die dann in der Regel die Teilnahme an einem Aufbauseminar ("Nachschulung") anordnen wird. Dies ist mit Kosten in Höhe von ca. 300 € verbunden.
Bewertung des Fragestellers 11.11.2014 | 12:33


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Mathias Grasel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.11.2014
4,8/5.0

ANTWORT VON

61 Bewertungen

Heßstraße 90
80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: www.grasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Betäubungsmittelrecht, Strafrecht, Jugendstrafrecht, Verkehrsstrafrecht, Fachanwalt Strafrecht