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Bei eBay ersteigertes Keyboard defekt


| 20.12.2008 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Am 13.12.2008 habe ich über eBay ein gebrauchtes Keyboard der Firma Yamaha zum Preis von 61,45 EUR pus 10 EUR Versandkosten erworben. Bei dem Verkäufer handelt es sich um eine Privatperson. Im Angebotstext wird davon gesprochen, dass sich das Gerät "in gutem Zustand" befindet. Der Text beinhalte keine Gewährleistungsausschlussklausel.

Als ich das Gerät in Betrieb nehmen wollte, tat sich erstmal gar nichts. Leider musste ich feststellen, dass das Stromzuführungskabel vom Netzteil (Netzteil war Teil des Angebots) zum Gerät beschädigt und nur notdürftig repariert worden war. Nachdem ich das das Kabel neu verlötet hatte ließ sich das Gerät starten. Leider stellte sich dann aber ein weiterer, gravierender Defekt heraus. Eine der Tasten der Klavitur funkioniert nicht. Da das Gerät sehr gut in Luftpolsterfolie verpackt war und Verpackung sowie Gerät äußerlich umbeschädigt waren, gehe ich davon aus, dass der Defekt schon vor Versand vorlag und nicht erst während des Transports entstanden ist.

Da das Gerät in diesem Zustand für mich wertlos ist, kontaktierte ích den Verkäufer per eMail und bat um Rückabwicklung des Kaufs. Dieses lehnte der Verkäufer mit dem Hinweis ab, er hätte das Gerät vor Versand getestet und es wäre alles in Ordnung gewesen. Er führte zudem noch an, dass er das Keyboard "im Auftrag" für eine andere Person verkauft hätte, die aber nicht näher benannt wurde.

Wie kann ich in diesem Fall am besten vorgehen, damit entweder der Defekt auf Kosten des Verkäufers behoben wird oder der Kauf rückabgewickelt wird? Letzteres wäre mir anbbetrachts der nicht allzu hohen Summe, um die es hier geht, natürlich am liebsten.



20.12.2008 | 19:14

Antwort

von


79 Bewertungen
Eupener Straße 124
50933 Köln

Tel: 0221-32037292
Web: www.moranc.de
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Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Da nach Ihrer Schilderung kein Gewährleistungsausschluss vereinbart wurde,ist auch der Privatverkäufer zur Gewährleistung verpflichtet. Ist die Ware, wie von Ihnen geschildert, mangelhaft, so haben Sie zunächst die Möglichkeit, die Nachbesserung oder Minderung geltend zu machen. Die Beweislast, dass der Mangel bereits bei Übergabe des Keyboards vorhanden war, obliegt allerdings Ihnen. Insofern wäre es von Vorteil, wenn Sie belegen könnte (z.B. durch Zeugen), dass das Keyboard bereits bei Empfang defekt war. Der Fehler also nicht erst nach Benutzung oder Fehlbdienung ihrerseits entstanden ist.

Ich empfehle, den Verkäufer schriftlich unter Fristsetzung aufzufordern, den Mangel zu beseitigen. Aus Beweiszwecken sollte die Zusendung per Einschreiben erfolgen. Verweigert der Verkäufer die Mängelbeseitigung, können Sie vom Vertrag zurücktreten und den Verkäufer auffordern, Ihnen den Kaufpreis Zug um Zug gegen Rückgabe des Keyboards zurück zu zahlen (ebenfalls unter Frsitsetzung). Auch die bereits angefallenen sowie die im Falle einer Rücksendung noch anfallenden Versandkosten können Sie vom Verkäufer im Wege des Schadensersatzes verlangen. Verweigert der Verkäufer auch die Rückabwicklung, ist die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts zu empfehlen.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 23.12.2008 | 16:23


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