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Bei Reparatur in Fachwerkstatt Totalausfall der Fahrzeugelektronik. Wer zahlt?


08.12.2012 18:33 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Habe meinen PKW wegen defektem Scheibenheber auf der Fahrerseite in eine fachwerkstatt zur Instandsetzung gegeben. Preis ca. 160€. Nach Durchführung des Austausches teilte mir die Werkstatt Tel. Mit, dass bei Anschluss des Elektromotors an das bordnetz die gesamte Fahrzeugelektronik ausgefallen sei. Dies erfordere nun den Austausch des Steuergerätes, kosten ca 500€. Allerdings könne man nicht garantieren, ob der Fehler durch das neue Steuergerät behoben werden kann. Die kosten von 500€ hätte ich als Kunde auf jeden fall zu tragen, weil die Werkstatt keinen Fehler gemacht habe. Tatsache ist, dass ich mein Fahrzeug fahrbereit mit funktionierender Bordelektronik in der Werkstatt abgegeben habe - nun ist es defekt. Was Raten Sie mir?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihnen steht möglicherweise ein Schadensersatzanspruch gemäß §§ 631 Abs. 1, 280 Abs. 1 BGB zu. Entscheidende Frage ist, ob die Werkstatt die objektive Pflichtverletzung (Beschädigung des Fahrzeugs)zu vertreten hat, § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB. Dies ist dann der Fall, wenn sie vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hat. Nach dem Wortlaut des § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB wird dies vermutet.
Deshalb ist es Sache der Werkstatt darzulegen und zu beweisen, dass ihr keine Fahrlässigkeit zur Last fällt. Die bloße Behauptung es seien keine Fehler gemacht worden, reicht hierzu nicht.

Zum Inhalt des Schadensersatzanspruchs:

Die Werkstatt hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre, § 249 Abs. 1 BGB. Das bedeutet, dass Sie von der Werkstatt die Durchführung der notwendig gewordenen Reparaturarbeiten verlangen können. (Natürlich ohne dafür etwas dafür zahlen zu müssen.)

Stattdessen können Sie aber auch gemäß § 249 Abs. 2 S. 1 BGB den für die Reparatur notwendigen Geldbetrag verlangen.

Ich rate Ihnen daher entweder von der Werkstatt die (kostenfreie) Reparatur zu verlangen oder den Schaden anderweitig beheben zu lassen und von der Werkstatt den hierzu erforderlichen Geldbetrag zu verlangen. Dies gilt aber nur soweit und solange nicht feststeht, dass die Werkstatt die "im Verkehr erforderliche Sorgfalt" (§ 276 Abs. 2 BGB) gewahrt hat,

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Rambeck
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