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Beginn der Spekulationsfrist eines Grundstücks


19.05.2017 14:37 |
Preis: 45,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 28.6.2007 ein Grundstück gekauft. Der Notarvertrag ist mit diesem Datum datiert. Das Grundstück hat noch keine eigene Flurstücknummer, da es aus einem großen Grundstück herausgenommen wurde. Verkäufer ist die Stadt. Im Notarvertrag ist der betreffende Grundstücksteil mit Punkten auf einem Grundstückplan eingezeichnet.
Am 21.8.2007 gibt es wieder ein Vertragselement vom Notar, indem die Auflassung beurkundet wird. Dabei wird informiert, das das Grundstück jetzt vermessen sei und eine eigene Flurstücknummer hat.
Erst am 17.3.2008 wurde der Grundbucheintrag datiert.
Inzwischen ist aber auch ein Gebäude darauf gebaut worden.

Da ich dieses jetzt verkaufen möchte, muß ich verbindlich wissen, zu welchem Datum ich frühestens verkaufen kann, ohne Spekulationssteuer bezahlen zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Ratsuchender,


es zählt immer das Datum des jeweiligen Kaufvertrages, d.h. sowohl der Vertrag beim Erwerb als auch der Vertrag beim Verkauf wird datumsmäßig entscheidend sein.


Die Spekulationsfrist beginnt am Tag nach dem Abschluss des (ersten) Kaufvertrages und endet dann taggenau 10 Jahre danach.

Unerheblich ist, wann jeweils beim Kauf und beim Verkauf der Eigentümerwechsel in das Grundbuch wurde. Es zählt also allein das Datum der beiden Kaufverträge.


Danach wurde der erste Vertrag am 28.06.2007 datummäßig erfasst, so dass die Frist ansich am 29.06.2007 beginnen und am 29.07.2017 enden wird.


Aber Sie schreiben etwas von einem weiteren Vertragselement vom 21.08.2007, wobei nicht klar ist, ob es sich allein um die Auflassungsmitteilung oder doch einen geänderten Vertrag handelt.

Daher muss – mangels Kenntnis der Vereinbarungen - dann vorsorglich vom 22.08.2007 und 22.08.2017 ausgegangen werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
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