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Bausparkasse Schwäbisch Hall Umstellung Online Jahreskontoauszug ohne Zustimmung


08.01.2017 14:09 |
Preis: 25,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Bereits 2006 habe ich einen Bausparvertrag bei der Schwäbisch Hall abgeschlossen.
Seit 2010 nutze ich ebenfalls die Online Vertragsauskunft um z.B. unterjährig den aktuellen Stand des Bausparkontos zu prüfen.
Bis zum Jahr 2016 wurde mir der Jahreskontoauszug des Bausparvertrags postalisch zugesendet.
Weder in dem Anmeldeschreiben zur Online Vertragsauskunft, noch irgendwann danach, wurde mir mitgeteilt, dass der Jahreskontoauszug nicht mehr postalisch versendet wird.

Heute erhielt ich eine E-Mail von Schwäbisch Hall mit folgendem Text:

"Guten Tag,

es wurde eine Nachricht in Ihre Postbox gestellt.
Zum Abruf loggen Sie sich bitte über folgenden Link
bei "Mein Konto" ein: https://www.schwaebisch-hall.de/neue-nachricht

Wichtiger Hinweis: Diese E-Mail wurde automatisch versendet. Bitte antworten Sie nicht auf die Absenderadresse.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Schwäbisch Hall Service-Team"

Außer meine E-Mail Adresse ist keine einzige persönliche Angabe von mir in der E-Mail oder im Betreff zu finden, d.h. kein Name, keine Adresse, keine Bausparkontonummer. Es könnte sich also genauso gut um eine Phising Mail handeln.

In §16 (2) der AGB heißt es: "Die Bausparkasse schließt die Konten zum Schluss eines Kalenderjahrs ab. Sie übersendet dem Bausparer in den ersten 2 Monaten nach Ablauf des Kalenderjahrs einen Kontoauszug mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass dieser als anerkannt gilt, wenn der Bausparer nicht innerhalb von 2 Monaten nach Zugang schriftlichen Widerspruch erhebt."

Darf die Bausparkasse einfach ohne Zustimmung des Kunden auf den postalischen Versand des Kontoauszuges verzichten?
12.01.2017 | 08:25

Antwort

von


9 Bewertungen
Von-Groote-Str. 44
50968 Köln

Tel: 0221 44900095
Web: roger-neumann.de
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Antwort ist: Nein, die Bausparkasse darf ohne Zustimmung des Kunden auf den postalischen Versand des Kontoauszuges nicht verzichten.

Die Zusendung könnte nur unterbleiben, wenn sie zugestimmt hätten oder wenn die betreffende Vorschrift der AGB geändert worden wäre. Davon hätten Sie unter Hinweis auf Ihr Widerspruchsrecht unterrichtet werden müssen, wobei Unterrichtung auf elektronischem Wege unter Umständen (siehe § 21 Abs. 1 AGB) ausreichend gewesen wäre.

Ausweislich der AGB, die auf der Internetseite von Schwäbisch Hall veröffentlicht sind, gilt der von Ihnen zitierte § 16 II unverändert. Es ist zu vermuten (sicher ist es allerdings nicht), dass die dort veröffentlichen Bedingungen tatsächlich die gültigen sind.

Ich kann von hier aus nicht ausschließen, dass Sie bereits durch die Einrichtung der Online-Vertragsauskunft - bedingt durch eine entsprechende Benutzerführung ggf. mit Anerkennung zusätzlicher Bedingungen - im Voraus Ihr Einverständnis für eine nur elektronische Übermittlung erteilt haben. Sie sollten also eventuell noch einmal prüfen, ob bei Sie bei dieser oder einer anderen Gelegenheit Ihr Einverständnis erteilt haben.

Möglicherweise handelt es sich bei der angekündigten Mitteilung in Ihrer Postbox jedoch um etwas anderes oder der Jahreskontoauszug wird rein informatorisch dort zur Verfügung gestellt.

Falls Sie Sorge haben, es könnte sich um eine Pishing-Mail handeln, sollten Sie dem Link in der Mail nicht folgen, sondern sich auf dem auch sonst von Ihnen gewählten Weg auf der Internetseite der Bausparkasse anmelden und so den Posteingang prüfen.

Die Bausparkasse hat bis Ende Februar Zeit, den Jahreskontoauszug zu übersenden. Wenn er bis dahin nicht bei Ihnen eingeht, sollten Sie schriftlich erinnern.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

ANTWORT VON

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