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Baumängel - keine Reaktion vom Bauträger


| 02.12.2014 22:38 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa



Wir lassen zur Zeit von einem Bauträger (ist unser Vertragspartner) ein Haus bauen. Bei einem Besichtigungstermin mit einem Sachverständigen von der DEKRA im September 2014 sind dem Sachverständigen im Bereich des Daches Mängel aufgefallen (Nichteinhaltung von DIN 4109 und Brandschutzvorschriften). Diese Mängel habe ich in einem Schreiben vom 10.11.2014 an den Bauträger benannt und um unverzügliche Behebung der Mängel gebeten (so habe ich es in dem Brief geschrieben). Bis heute habe ich keine Antwort vom Bauträger erhalten und die Mängel wurden auch noch nicht behoben. Das Dach wurde nicht vom Bauträger errichtet.

Ich bin mir jetzt unsicher, wie ich am besten weiter vorgehen soll.

Ich plane, den Bauträger jetzt schriftlich an die Mängelbehebung zu erinnern mit einem konkreten Termin, bis wann er die Mängel beheben soll. Falls dann wieder keine Antwort vom Bauträger erfolgen sollte und die Mängel dann immer noch bestehen sollten, möchte ich diese festgestellten Mängel bei der Abnahme in ein Mängelprotokoll aufnehmen und bei der letzten Rate des Kaufpreises Geld zurückbehalten, bis die Mängel behoben wurden (lt. Kaufvertrag kann ich das doppelte der voraussichtlichen Kosten einbehalten).

Ist dies ein gangbarer Weg oder empfehlen Sie eine andere Vorgehensweise? Ich möchte die dies rechtlich "sauber" gestalten, damit mir bei einem evtl. Prozess keine Nachteile wegen Formfehlern oder nicht eingehaltener Fristen entstehen.

Können mir Nachteile entstehen, weil ich den Bauträger erst 2 Monate nach dem Besichtigungstermin auf die Mängel hingewiesen habe?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Ihre Vorgehensweise ist korrekt.

Setzen Sie dem Bauträger eine Nachfrist zur Behebung der Mängel, die Sie genau angeben sollten.

Aufgrund der anstehenden Weihnachtsfeiertage sollten Sie eine Frist zur Beseitigung der Mängel bis zum 10.01.2015 setzen, da Handwerker sicherlich vor Weihnachten schwer zu bekommen sind.

Weisen in dem Schreiben gleichzeitig daraufhin hin, dass Sie, falls die Mängel nicht fristgemäß behoben werden, gem. § 641 Abs. 3 BGB das Doppelte der für die Beseitigung der Mängel erforderlichen Kosten von der letzten Rate des Kaufpreises abziehen werden.

Nachteile daraus, dass Sie den Bauträger erst 2 Monate nach dem Besichtigungstermin auf die Mängel hingewiesen haben, können Ihnen nicht entstehen.

Falls Sie auf Schwierigkeiten stoßen, können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 04.12.2014 | 19:23


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