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Baulohn


20.12.2004 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Es soll ein Bauarbeiter (Hilfsarbeiter) neu eingestellt werden. Der Mindestlohn soll gezahlt werden. In der Lohngruppe 1 in Sachsen wäre das 8,95 Euro pro Stunde GTL.
1. Ist im Winter die Arbeitszeit mit 37,5 Stunden und im Sommer mit 40 Stunden abzurechnen, oder mit wieviel Sunden? Von wann bis wann ist Sommer oder Winter?
2. Kann im Arbeitsvertrag auch eine kürzere Zeit vereinbart werden? Ggf. auch Teilzeit? Kann man z. B. 31 Wochenstunden vereinbaren? Welches Gesetz würde dagegensprechen?
3. Wie kommt man von den Tages oder Wochenstunden dann auf den Monatsbruttolohn? Tagesstunden mal Faktor? Wochenstunden mal Faktor? Höhe des Faktor? Bitte Berechnungsbeispiel für obigen Lohn angeben.
4. Bitte Quellennachweise, Gesetze oder Rechtsprechnungen benennen, die man ausdrucken kann, um Sie den Lohnakten beizufügen, die einer späteren Überprüfung des Arbeitsamtes, der Sozialkassen und Krankenkassen standhalten.
20.12.2004 | 14:17

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

1. Es gilt der Tarifvertrag zur Regelung der Mindestlöhne im Baugewerbe im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland (TV Mindestlohn) vom 29. Oktober 2003 sowie der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe.

Hinsichtlich der Arbeitszeit zitiere ich den Rahmentarifvertrag:

" In der Zeit von der 1. bis zur 12. Kalenderwoche sowie von der 44. Kalenderwoche bis zum Jahresende beträgt die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit ausschließlich der Ruhepausen montags bis freitags 7,5 Stunden, die wöchentliche Arbeitszeit 37,5 Stunden (Winterarbeitszeit). In der Zeit von der 13. bis zur 43. Kalenderwoche beträgt die regelmäßige werktägliche Arbeitszeit ausschließlich der Ruhepausen montags bis freitags 8 Stunden, die wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden (Sommerarbeitszeit)."

2. Sie können natürlich Teilzeit vereinbaren. Es gilt dann das Teilzeit- Befristungsgesetz.

3. Mann nimmt den Stundenlohn x Arbeitsstunden x 30 Tage. (also 8,95 EUR x 5 Arbeitsstunden pro Tage x 30 Tag).

4. Den Tarifvertrag können Sie beim Zentralverband des Deutschen Baugewerbes erhalten. Sie sollten nach der aktuellen Fassung fragen. Das Teilzeitgesetz erhalten Sie im Internet (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/tzbfg)

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt




Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

Nachfrage vom Fragesteller 20.12.2004 | 18:45

Sehr geehrter Herr Wille,
vielen Dank für Ihre Antwort. Gerade die Auskunft zur Teilzeit und die Quelle für die Gesetzestexte haben mir sehr geholfen.

Zu Punkt 3 vermute ich einen Fehler: ich meine die Sozialkassen wollen wie folgt berechnen: Wochenstunden x 13/3 x Tariflohn. Den Faktor 13/3 habe ich irgendwie in Erinnerung. Er scheint mir auch wahrscheinlicher, als Ihre 30 Tage, da niemand 30 Tage arbeitet. Zudem wäre die Frage wie bei Ihrem Vorschlag die Tagesstunden bei unter Punkt 1 festgelegter Wochenarbeitszeit zu berechnen sind. Ich glaube die 30 Tage gibt es im Lohnsteuerrecht bei Lohnfortzahlungsberechnungen. Zudem wäre der Lohn bei Faktor 30 Tage auch augenscheinlich zu hoch.

Ihre Annahme 8,95 Euro x 30 Tage x 7,5 = mtl. brutto 2.013,75
Meine Annah. 8,95 Euro x 13 / 3 x 37,5 = mtl. brutto 1.454,38

Haben Sie noch eine Idee dazu? Ggf. eine Quelle die diese Berechnung genau kennt oder eine Musterabrechnung aus einer Textsammlung oder aus einem Gerichtsfall?

Herzlichen Dank. Besten Gruß
*****

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2004 | 19:58

Ich weiß nicht, wie Sie auf den Faktor 13/3 bei der Berechnung für den Bruttoarbeitslohn kommen. Geht man von 37,5 Stunden pro Woche aus, so ergibt dies pro Tag - und bei Zugrundelegung einer fünf Tagearbeitswoche - ein Arbeitszeit pro Tag von 7,5 Stunden.

Sie können sich auch beim Zentralverband des Baugewerbes einen Vordruck für den Arbeitsvertrag zukommen lassen. Dann erhalten Sie bestimmt die genaue Berechnung bzw. den genauen Lohn.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
REchtsanwalt


ANTWORT VON

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