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Bankvorgang


| 11.11.2008 22:45 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich benötige eine Rechtsauskunft im Fachbereich Kreditrecht/Bankrecht.

Der Sachverhalt ist folgender:
Vor der „Wende“ wurde uns ein sogenannter „Ehekredit“ gewährt und in unsere Immobilie als Grundschuld eingetragen.Nach der „Wende“ kam ein KfE –Kredit
für Modernisierung in Höhe von 20 000,00 DM am Objekt hinzu.
Jahrelang wurde gegenüber der Bank eine diesbezügliche Abgeltung in Raten gezahlt.
Durch eine vorübergehende Selbstständigkeit entstanden weitere Kreditlinien
gegenüber der Bank die durch entsprechende Verträge gesichert wurden.
Die Selbstständigkeit scheiterte.Es bestanden nunmehr Forderungen aus den Grundbucheinträgen und der gescheiterten Selbstständigkeit gegen uns.Meine Ehefrau
wurde als Bürgschaft nach einer Beratung der Bank in den Gesamtvorgang einbezogen.
In einer Beratung in der Bank wurde uns empfohlen,nunmehr mit der Zahlung einer Gesamtrate diese Verpflichtungen abzusichern. Diese Rate in zuletzt 400 € wurde von uns gezahlt.
Nunmehr trat die Bank mit der neuen Festlegung ihrerseits auf,keine Ratenzahlung mehr zuzulassen und sie forderte den Gesamtbetrag auf einmal. Bei der Prüfung des
Sachverhaltes stellte sich heraus,dass die Bank die bisher gezahlten Raten nur zur Abgeltung der aus der Selbstständigkeit resultierenden Verbindlichkeiten genutzt hat.
Die Kreditlinie,welche die Grundschuldeintragung betraf wurde ,entgegen den Absprachen überhaupt nicht bedient.Es wurden sogar diese Werte mit überhöhten Zinswerten (16%)belegt.Die Kreditlinie stieg ohne unser Wissen wertmäßig bedeutend an.
Nunmehr fordert die Bank die sofortige Rückzahlung dieser Grundschuld in einer nunmehr vorliegenden Gesamtschuld von ca. 45 .000,00 Euro und fordert im Fall der Nichtzahlung die Zwangsversteigerung an.
Die Bank hat also unsere Ratenzahlung nicht wie abgesprochen verwendet,hat Zinsberechnungen ohne Information an uns falsch durchgeführt und unser Geld somit veruntreut,uns betrogen und sittenwidrig Zinsen berechnet und verweigert uns darüber hinaus jegliche Nachweisführung über die verwendeten Gelder wegen angeblich fehlender Verfügbarkeit.
Meine Anfrage lautet somit:
1. Welche rechtlichen Möglichkeiten haben wir ,um gegen die Maßnahmen der Bank vorzugehen? (Zwangsversteigerung)
2. Sollen wir eine Klage gegen die Bank einleiten?
3. Wie müssen wir uns generell verhalten?
Für eine rechtsverbindliche Auskunft wären wir dankbar,ggf. auch für einen Vorschlag zur Rechtsvertretung.
Mit freundlichen Grüssen
B.Schumer

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Sehr geehrter User,

gerne beantworte ich ihre Fragen wie folgt.

1. Welche rechtlichen Möglichkeiten haben wir, um gegen die Maßnahmen der Bank vorzugehen? (Zwangsversteigerung)

Gegen die Kündigung des Kredites gibt es den Klageweg. Die Abrechnung der eingezahlten Gelder muss die Bank vornehmen und belegen. Auch dies kann man gerichtlich durchsetzen. Andere als die vereinbarten Zinsen können nicht verlangt werden. Erst wenn keine Vereinbarung vorliegt sind höhere Zinssätze vorstellbar.

Wenn der Schuldner keine Bestimmung bei der Zahlung trifft, so wird nach §366 BGB zunächst die fällige Schuld, unter mehreren fälligen Schulden diejenige, welche dem Gläubiger geringere Sicherheit bietet getilgt. Hier ist die getroffene Vereinbarung genau zu untersuchen.

(Zwangsversteigerung)

Es kommt eine Einstellung gem. § 30a ZVG in Betracht. Dies gilt aber nur, wenn der Schuldner vorträgt und glaubhaft macht, dass die Befriedigung der Gläubiger innerhalb von sechs Monaten in Aussicht steht (Umschuldung, freihändigen Verkauf).

Neben der einstweiligen Einstellung gem. § 30a ZVG wäre auch eine Einstellung mit Bewilligung des Gläubigers nach § 30 ZVG möglich.

Eine weitere Möglichkeit für die Einstellung ergibt sich aus § 765a ZPO. Der Antrag hierfür könnte mit dem Antrag für §30a ZVG verbunden werden. Die Vorschrift des § 765 a ZPO findet aber nur in besonderen Härtefällen Anwendung.

2. Sollen wir eine Klage gegen die Bank einleiten?

Derzeit nicht. Ich rate Ihnen dringend, sich vor Ort professionell beraten zu lassen. Zunächst müsste die aktuelle finanzielle Situation grundlegend erfasst und eine Prüfung aller relevanten Unterlagen erfolgen. Danach müsste man gezielt die richtigen Schritte einleiten. Gehen sie mit den Unterlagen zu einem Anwalt oder kostengünstiger zu einer Verbraucherzentrale und lassen sie sich ausführlich beraten. Fragen sie den Anwalt vorher nach den Kosten.

3. Wie müssen wir uns generell verhalten?

Sie müssen die Beweise sichern. Alle in betracht kommenden Zeugen mit vollem Namen notieren und Gesprächsprotokolle fertigen. Alle Unterlagen müssen vollständig in Kopie vorliegen.

Zahlen sie ausschließlich auf die durch die Grundschulden gesicherten Kredite.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine erste rechtliche Orientierung vermittelt zu haben. Bitte haben sie Verständnis dafür, dass ohne die genaue Kenntnis der wohl umfangreichen Unterlagen nur allgemeine Ratschläge erteilt werden können. Die Plattform 123 Recht kann eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen.
Bewertung des Fragestellers 15.11.2008 | 15:24


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