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Bankauszahlung


24.12.2004 15:04 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Wir haben einen gemeinschaftlichen Erbschein zu dritt je 1/3.
Meine Oma ist verstorben wir haben zu dritt geerbt.
Mein Onkel und ich waren mit dem Erbschein zur Bank und wollten unser drittel auszahlen lassen. Die bei der Bank will das Geld nur auszahlen wenn alle 3 zur gleichen Zeit am gleichen Ort bei der Bank sind. Die von der Bank hat die dritte angeschrieben wegen einen Termin. Die dritte war bei der Bank und teilte mit das sie in Urlaub fährt und erst ende März 2005 Zeit hat für einen Termin. Mein Onkel und ich sprechen nicht mit der dritten und möchten sie auch nicht sehen. Was können wir machen, dass die Abwicklung vor ende März stattfindet.
24.12.2004 | 16:09

Antwort

von


24 Bewertungen
Sehr geehrte Fragesteller

1.
Die nächstliegende Möglichkeit - nämlich dass der Dritte sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lässt - scheidet hier wohl aus.

2.
Die Frage ist dann, ob die Bank auch mit befreiender Wirkung an einen von mehreren Berechtigten leisten kann.
Die befreiende Wirkung an Erbscheinserben ist in § 2367 BGB geregelt, wonach frei wird, wer an den zahlt, der im Erbschein angegeben ist. Das Gesetz differenziert dabei nicht danach, ob nun ein oder alle Berechtigten erscheinen.

Dies wäre auch sinnwidrig in all den Fällen, in denen der Dritte überhaupt nicht erscheinen kann (z.B. Behinderung, Wohnsitz im Ausland). Dann könnten diese Gründen dauerhaft die Zahlung an den Berechtigten hindern.

In diesem Sinne emfpehle ich, nochmals mit der Bank in ein sachliches Gespräch einzutreten.

Dabei sei ein Erfahrungswert mitgeteilt: Die Banken nehmen öfter fragwürdige / falsche Rechtsstandpunkte ein. Ich war einmal von einem inhaftierten Mandanten mit einer Originalvollmachtsurkunde beauftragt worden, für ihn Geld abzuheben, was die Bank lange verweigerte mit dem Bemerken, er solle doch selbst erscheinen. Erst nach langen Verhanldungen waren sie schließlich doch bereit.

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg.

Sollten Sie keinen Erfolg haben, mag die Inanspruchnahme eines Anwaltes sinnvoll sein. Je nach abzuhebendem Betrag können aber recht hohe Anwaltskosten entstehen. Dann könnte es sich empfehlen, eine Vereinbarung über die Kosten der Anwaltsdienstleistung zu treffen.

Mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr verbliebe ich

mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 28.12.2004 | 14:14

Sehr geehrter Herr Tarneden.
Die Bank hat es abgelehnt. Was kostet mich die Klage auf erscheinen der Dritten vor ende März. (meine Erbsumme € 7400,00).
Und wie lange dauert es.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.12.2004 | 19:39

Sehr geehrter Fragesteller,

die Nachfrage kann nicht pauschal beantwortet werden. Als Faustformel können Sie für Prozesse vor Amts- und Landgerichten rechnen, dass sie vor Ablauf von 3 Monaten keine Entscheidung bekommen. In drei Monaten ist aber die Dritte schon bereit zu erscheinen, weshalb sich aus meiner Sicht ein Prozess wenig anbietet.

Zudem ist es grundsätzlich im Kosteninteresse geboten, vor einer Klage außergerichtlich sein Ziel zu erreichen. Andernfalls kann der Gegner vor Gericht sofort einwilligen mit der Folge, dass der Kläger die Kosten trägt, weil er eine außergerichtliche Einigung nicht probiert hat. Eine solches vorgerichtliches Tun würde weiter Zeit kosten.

Um Ihnen eine Vorstellung über die Kosten für eine außergerichtliche Tätigkeit zu geben, verweise ich auf die nachstehende Musterrechnung:


Gegenstandswert: 7.400,00 €
Geschäftsgebühr §§ 13, 14, Nr. 2400 VV 1,3 535,60 €
Post- und Telekommunikation Nr. 7002 VV 20,00 €
Zwischensumme netto 555,60 €
16 % Umsatzsteuer Nr. 7008 VV 88,90 €
zu zahlender Betrag 644,50 €

Dabei handelt es sich um den Mittelwert nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz.

Eine Klage kostet in der Regel den doppelten Betrag, wobei die vorstehend genannten Kosten dann angerechnet werden. Diese Kosten fallen dann für beide Anwälte an, die dann je nach der Kostenentscheidung von den Parteien zu tragen sind. Hinzu kommen die Gerichtskosten.

Ich hoffe, Ihnen damit einen ersten Überblick gegeben zu haben. Sie können mich in dieser Angelegenheit auch gern persönlich anrufen oder über meine e-mail Adresse tarneden@wieck-zimmermann.de direkt schreiben.

Für eine ausführliche Erstberatung (Besprechung in hiesiger Kanzlei und Prüfung der Sach- und Rechtslage) müssen sie mit Kosten von etwa 200,00 € rechnen.

Mit freundlichen Grüßen



Rolf Tarneden
Rechtsanwalt









ANTWORT VON

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