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Balkonsanierung Rückerstattung bei Eigenleistung.


03.11.2014 08:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrter Herr ,

bei unserer letzten Jahreshauptversammlung der Eigentümergemeinschaft wurde beschlossen, dass alle Balkone unseres Gebäudes wegen „Undichtigkeit" saniert werden müssen! Dies beinhaltet das Abschlagen des Bodenbelags, Abdichten der Balkone und Anbringung neuer Fliesen.

In Verbindung einer Kernsanierung habe ich diese Maßnahme bereits vor geraumer Zeit durchgeführt, da ich beim Renovieren der Wohnungen feststellen musste, dass jeweils die Außenwand zum Balkon stark von Schimmel betroffen war. Dies ist bei 2 Wohnungen bereits geschehen             (INFO: 5 der 18 Wohneinheiten des Gebäudes befinden sich in meinem Besitz).

Da ich selber in diesem Gebiet sehr erfahren bin und nicht auf den gemeinsamen Termin warten konnte, habe ich diese Sanierung unter Aufsicht eines bekannten gewerbetreibenden Fliesenlegers in Eigenleistung durchgeführt und habe daher keine Rechnungen zum Vorlegen.

Nun kommt es zum eigentlichen Problem:

Nach erster mündlicher Absprache mit unserem Hausverwalter wurde abgemacht, dass ich meinen kompletten Anteil ausbezahlt bekomme, welcher durch Beauftragung der Fliesenlegerfirma aufgekommen wäre. Nun ist allerdings das Problem, dass der Vorsitzende des Hausrats (selber nur Besitzer 1 Wohnung) sich weigert, diese Summe an mich auszuzahlen, da er mir Schwarzarbeit vorwirft und nicht glaubt, dass ich diese Arbeiten selber und fachgerecht durchgeführt habe(obwohl ich mir fachlichen Rat von der Firma geholt habe, welche auch den Auftrag für die restlichen Balkone durchgeführt hätte). Er hat mir eine nach seiner Sicht faire Abrechnung vorgelegt, mit welcher ich mich nicht abfinden kann.

Beispiel: Kosten für Balkonsanierung bei Beauftragung eines Fachhandwerkers = 3000€. Von dieser Summe hat er die Nebenkosten des Unternehmers berücksichtigt und 30% Gewerbesteuer, sowie 20% für Lohnsteuer und Sozialabgaben abgezogen. Zuzüglich hat er dann noch 19% MwSt. abgezogen, sodass er auf eine Summe von ca. 1360€, welche er mir Rückerstatten würde.

Wäre ja alles soweit in Ordnung, wenn diese Instandhaltungsmaßnahme unseres Gebäudes nicht aus den Rücklagen finanziert würde, welche sich in den letzten Jahren durch recht hohes Hausgeld angehäuft haben. Da ich im Verhältnis denselben Beitrag wie jeder andere Eigentümer bezahlt habe, sehe ich es nun als gerecht, auch diese Summe ausbezahlt zu bekommen, welche bei Beauftragung einer Firma (wird Morgen bestimmt, sodass nächstes Frühjahr der Auftrag durchgeführt wird) aufgetreten wären. Ansonsten ist ja später Geld im Rücklagentopf, welches ja eigentlich gar nicht mehr da sein sollte!

Ich bin der Meinung, dass jeder Eigentümer eben dasselbe Recht auf „seinen" Anteil in diesem Rücklagentopf hat, da ja auch jeder in Berücksichtigung seines Miteigentumsanteils gleichmäßig eingezahlt hat.

·         Habe ich Recht, die komplette Summe rückerstattet zu bekommen und nicht nur die gekürzte Variante von weniger als der Hälfte von dem, was eigentlich fällig gewesen wäre?

·         Als zweites stellt sich jetzt auch die Frage, ob ich die restlichen 3 Balkone ebenfalls in Eigenleistung sanieren kann und den vollen Handwerkerbetrag zurückerstattet bekomme?

Über eine zeitnahe und klärende Antwort Ihrerseits in Erwähnung der betreffenden Paragraphen wäre ich äußerst dankbar!
03.11.2014 | 10:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich besteht ein Kostenerstattungsanspruch nur insoweit, als die Kosten auch tatsächlich angefallen sind.

Allerdings besteht bei Ihnen die Besonderheit, dass Sie die Leistung selbst vorgenommen haben und zudem auch keinen Anspruch auf Gewährleistung gegenüber einem Unternehmer haben.

Aufgrund dieser besonderen Umstände und der sonstigen finanziellen Bevorteilung der Hausgemeinschaft, da Sie den gleichen Anteil einbezahlt haben, allerdings aufgrund Ihrer Arbeit der Gemeinschaft ein geldwerter Vorteil entstehen würde und Sie rechtlich hinsichtlich der Gewährleistung auch noch benachteiligt wären, wäre es gerecht, Ihnen ebenfalls die volle Summe auszuzahlen.

Ich muss Ihnen allerdings mitteilen, dass eine gerichtliche Durchsetzung nicht ganz ohne Risiko wäre, da es einen vergleichbaren Fall in den Datenbank nicht gibt und es auch keine direkten Paragraphen gibt, die einen derartigen (atypischen) Fall regeln.

Hier muss dann mit Hilfe der o.g. Argumentation gearbeitet werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
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