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Bachelorthesis: Vom Prüfer falsch beraten - Bin ich trotzdem voll verantwortlich?


06.12.2014 01:41 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von



Zwischen mir und meiner zuständigen Prüferin gab es im Vorfeld der Erstellung meiner Bachelorthesis ein Vorgespräch. In diesem Vorgespräch wurde das von mir angefertigte Exposé zur Bachelorarbeit detailliert besprochen. Darin hieß es: „Im Rahmen der Bachelorarbeit soll eine Überprüfung der Hypothese erfolgen, dass bestimmte Einflussfaktoren auf die unternehmensinterne Innovationskultur existieren, die insbesondere Produktinnovationen im Sinne der […]-Strategie fördern. Dies soll auf der Grundlage einer Expertenbefragung konstatiert werden."

Die zuständige Prüferin hat den Satz zur Kenntnis genommen und so bestätigt. Dementsprechend bin ich im Anschluss in meiner Bachelorthesis vorgegangen.

Im Gutachten zu meiner Bachelorthesis hieß es dann: „Die Bestätigung oder Ablehnung einer Hypothese auf Grundlage einer Expertenbefragung […] ist nicht möglich (Gütekriterien einer Messung können mittels dieser Methode nicht erfüllt werden)."

Anstatt mit einer 1,0 wurde meine Arbeit ausschließlich auf Basis der oben genannten Kritik mit 2,0 bewertet. Unabhängig davon, ob die Kritik berechtig ist oder nicht, sehe ich die Verantwortung für diesen Fehler bei der Prüferin. Sie wäre meiner Auffassung nach, dazu verpflichtet gewesen, mich auf diesen fundamentalen Fehler hinzuweisen. Schließlich muss ich mich als Prüfling auf die Aussage meiner Prüferin verlassen können. Ich befinde mich hier in einer Abhängigkeitssituation.

Hinsichtlich einer möglichen Klage: Gibt es eine rechtliche Grundlage mithilfe derer ich hier argumentieren könnte?

Vielen Dank bereits im Voraus.
06.12.2014 | 07:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

die Argumentation könnte hierbei lauten, dass die Anfangsbedingungen nicht den Prüfungskriterien entsprachen.

Allerdings sollte erst noch einmal geprüft und dazu auch eine Stellungnahme der Beraterin eingeholt werden, ob die These nicht eben doch damit bewiesen werden könnte.

In diesem Fall wäre eine falsche Bewertung und diese müsste sodann auch korrigiert werden.

Erst wenn sich herausstellen sollte, dass die Methode gänzlich ungeeignet ist, müsste man auf die fehlenden Bedingungen hinweisen und eine Wiederholung verlangen, da etwas von Ihnen von verlangt worden war, welches objektiv nicht möglich ist. Hierzu müsste allerdings bewiesen werden, dass diese Äußerungen im Vorgespräch gefallen sind, am besten mittels eines schriftlichen Beweises, da sonst Aussage gegen Aussage zu Ihren Lasten gewertet würde, da Sie in der Beweispflicht hinsichtlich der Fehlberatung sind.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2014 | 14:41

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Widerspruch wurde von der Prüferin und dem Justiziariat der Hochschule bereits mit einer hanebüchenen Argumentation abgelehnt.

Meine Frage ist noch nicht zu 100% beantwortet: "da etwas von Ihnen von verlangt worden war, welches objektiv nicht möglich ist." - Gibt es eine rechtliche Grundlage mithilfe derer ich hier argumentieren könnte? Also welches Gesetzt befasst sich damit?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2014 | 16:05

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können sich auf die Allgemeine Klausel von Treu und Glauben des § 242 BGB beziehen, die ebenfalls im Verwaltungsrecht Anwendung findet.
eine speziellere Vorschrift für diesen Fall werden Sie sonst nicht finden, da die Normen nicht auf jeden Einzelfall zugeschnitten sind.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
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