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Autokauf - Ist ein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen?


18.09.2008 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte um Auskunft in folgender Angelegenheit.:
Am 1.09.2008 bestätigte ich den Kauf eines Fahrzeuges im Werte von 30000.-€ per e.mail. bei Abholung am 19.09.2008. und bat um weitere Infos und verlangte (telefonisch) einen Kaufvertrag.
Der Händler meldete sich per tel. und wollte den Wagen liefern bei gleichzeitiger Anzahlung von 1000.-€ da er schnell Geld bräuchte. (Ein Kaufvertrag wurde nicht gesendet.)
Ich war damit nicht einverstanden und distanzierte mich telef. von dem Geschäft. Ich hörte 16 Tage nichts mehr von ihm. Heute bekomme ich ein Einschreiben. Das Auto steht zum Abholen bereit.
Wie verhalte ich mich und bekomme die Kuh vom Eis. mfg R.Weber
18.09.2008 | 14:01

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst ist festzuhalten, dass Kaufverträge auch mündlich bzw. per E-Mail geschlossen werden können. Verträge setzen ein Angebot und dessen Annahme voraus. Sollten Sie sich mit dem Verkäufer daher im Wege des E-Mail-Verkehrs bereits über alle wesentlichen Punkte des Kaufvertrages geeinigt haben und ist Ihre "Bestätigungsmail" als Annahme des vorher Abgesprochenen zu werten, liegt wohl ein wirksamer Kaufvertrag vor.

Anders liegt die Rechtslage, wenn Ihre E-Mail lediglich als Angebot zu werten ist, weil sie sich nicht bereits vorher über alle wesentlichen Punkte geeinigt hatten. Der Verkäufer hat dieses Angebot in seiner konkreten Form nicht angenommen, da er die sofortige Zahlung von 1.000,- EUR bei Abholung verlangte. Dies ist nicht als Annahme Ihres Angebots zu werten, sondern als neues eigenständiges Angebot, welches Sie wiederum nicht angenommen haben. Ein wirksamer Vertrag läge demnach nicht vor.

Sollte Alternative 1 zutreffen, gibt es jedoch noch folgende Möglichkeit: Vorausgesetzt Sie haben als privater Käufer von einem gewerblichen Verkäufer gekauft und dies unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln (E-Mail, Telefon etc.), so steht Ihnen ein 14tägiges Widerrufsrecht zu. Der Beginn der Frist hängt davon ab, dass Ihnen eine Belehrung über Ihr Widerrufsrecht in Textform erteilt wurde. Tritt dies nicht zu, können Sie auch jetzt noch widerrufen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen und verweise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt



Nachfrage vom Fragesteller 18.09.2008 | 14:29

Vielen Dank für die schnelle Antwort,

die Komunikation habe ich über meinen Firmenrechner getätigt,
kaufen wollte ich allerdings privat.Angeschrieben hat er mich mit meiner Firmenadresse. Wie verhält sich die Situation dann ?

Vielen Dank nochmals
mit freundlichem Gruß R.Weber

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.09.2008 | 14:51

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen als Verbraucher gehandelt haben.
Verbraucher ist nach § 13 BGB jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zwecke abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann. Es kommt daher nicht entscheidend darauf an, ob Sie unter Ihrer Firmenadresse kommuniziert haben, sondern nur auf den Bezug zu Ihrer privaten Tätigkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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