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Auto verkauft, Käufer möchte zurücktreten


20.10.2004 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich habe Anfang September meinen Privatwagen an einen privaten Käufer verkauft. Dieser zahlte den Wagen mit 1000 Euro an und unterschrieb den von mir aufgesetzten Standard-ADAC-Vertrag. Wir vereinbarten, dass der Käufer den Wagen Ende September abholen sollte. Solange wollte ich das Auto für ihn aufbewahren, da er sich zuerst das restliche Geld von 7200 Euro beschaffen musste. Am ausgemachten Abholtag rief mich der Käufer an, um mir mitzuteilen, dass er sich von seiner Partnerin getrennt habe, kein Geld habe und daher den Wagen nicht mehr haben wolle. Er verlangte die Anzahlung von mir zurück. Ich habe dann versucht, das Auto anderweitig zu verkaufen, was mir bislang jedoch nicht gelungen ist. Die 1000 Euro habe ich dem besagten Käufer noch nicht zurückgegeben.
Ich weiß, dass der Käufer sich rechtlich nun im Annahmeverzug befindet. Die Frage, die sich mir stellt, ist: Kann ich weiterhin versuchen, das Auto an andere Personen zu verkaufen oder benötige ich dazu die Zustimmung des besagten Käufers? Kann ich die 1000 Euro Anzahlung einbehalten? Es könnte ja passieren, dass ich das Auto in einem weiteren Versuch für weniger als 8200 Euro verkaufen muss. Außerdem entstehen für mich Unkosten, wie z.B. Anzeigenschaltung oder Rechtsauskunft.


Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Autoverkäufer!

Folgende Situation ist eingetreten:
Sie haben weiter Eigentum und Besitz an dem Pkw. Schuldrechtlich sind Sie allerdings durch den Kaufvertrag von Anfang September verpflichtet, dem Käufer das Eigentum an dem Pkw Zug um Zug gegen Zahlung des Restkaufpreises zu verschaffen.

Das bedeutet:
Wenn Sie den Pkw an eine andere Person verkaufen, haben Sie rechtlich das Problem, das Sie den gleichen Pkw nicht zwei Personen übereignen können.

Mein Rat:
Behalten Sie zunächst die Anzahlung. Schlagen Sie dem Käufer vor, dass Sie als sein Stellvertreter den Pkw verkaufen würden. Der Käufer sollte Ihnen eine (schriftliche) Vollmacht erteilen, dass Sie den Pkw nun im Namen des ersten Käufers weiterverkaufen können. Der Vorteil ist, dass Sie nicht mehr Vertragspartner des zweiten Käufers werden und somit dem zweiten Käufer keine Gewährleistungsansprüche gegen Sie zustehen, da dieser sich an den ersten Käufer wenden muss.

Eine andere Möglichkeit:
Sie treten vom Vertrag zurück und verlangen daneben Schadensersatz. Der Schadensersatzanspruch würde die Differenz zwischen dem ersten und zweiten Kaufpreis zzgl. dem Mehraufwand für einen weiteren Verkauf ausmachen. Dazu setzen Sie Käufer eine Frist und drohen an, dass Sie nach Ablauf der Frist zurücktreten und Schadensersatz verlangen würden.

Sprechen Sie mit dem ersten Käufer und wirken Sie darauf hin, dass er Ihnen Vollmacht erteilt. Machen Sie ihm klar, dass er rechtlich durch den Vertrag gebunden ist und Sie auf Bezahlung klagen können und er sich im Annahmeverzug befindet.


Beste Grüße


Dennis Sevriens
Rechtsanwalt

Kanzlei SEVRIENS
Bergmannstraße 12
10961 Berlin

Tel: +49 30 6120 3616
Fax: +49 30 6120 3626

Web: www.sevriens.net
Weblog: info.dpms.name
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