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Auto gekauft-Standheizung kaputt-wer zahlt?


22.10.2004 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,
ich habe im Juli einen gebrauchten PKW von privat gekauft.(AutoScout24 Vordruck, ohne Mängel). Nach Vertragsunterzeichnung und Bezahlung habe ich den Defekt der Standheizung festgestellt. Daraufhin hat der Verkäufer unter Zeugen zugesichert, sich zu 50% an der Reparatur zu beteiligen oder mir eine funktionstüchtige Heizung zu besorgen. Beides ist bisher trotz mehrmaliger Aufforderung nicht geschehen. Ich werde nun eine neue Heizung einbauen lassen (ca.1000EUR).
Besteht eine Chance den Verkäufer doch noch "in die Pflicht" zu nehmen?
vielen Dank
22.10.2004 | 17:38

Antwort

von


4 Bewertungen
Geehrter Rechtssuchender,

grundsätzlich kann bei Kaufverträgen zwischen Privatleuten die Gewährleistung für den Fall der Mangelhaftigkeit des Kaufgegenstandes ausgeschlossen werden. Zu dieser Frage müssten Sie sich Ihren Vertrag einmal ansehen.
Da es sich um einen Formularvetrag handelt, unterstelle ich für die weitere Prüfung zunächst einen solchen Ausschluss.

Ein Hauftungsausschluss ist allerdings nur dann wirksam vereinbart, wenn der Verkäufer den Mangel nicht arglistig verschwiegen hat. Eine positive Kenntnis des Verkäufers lässt sich im Regelfall leider schwer beweisen; den Defekt an der Sitzheizung wird er im Zweifel während der warmen Jahreszeit nicht bemerkt haben.

Was die Zusage angeht, sich an der Reperatur zu beteiligen, ist dies - auch vor Zeugen - weder ein Schuldversprechen noch ein Schuldanerkenntnis, da das Gesetz insoweit Schriftform verlangt.

Aufgrund des Sachverhaltes sehe ich grundsätzlich keine rechtliche Möglichkeit, den Verkäufer in die Pflicht zu nehmen.

Rüdiger Kuhn
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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